SPD Neumarkt
"Plätze fehlen"
NEUMARKT. "Bereits in diesem Kindergartenjahr gibt es für Kinder, die während des laufenden Kiga-Jahres drei Jahre alt werden, keine freien Kindergartenplätze in Berching und Pollanten", so Barbara Schierl, SPD Ortsvereinsvorsitzende Berching.
Die Kindergartenreform der Bayerischen Staatsregierung habe nicht nur höhere Gebühren verursacht. Ein großes Problem des neuen Betreuungsgesetzes sei, dass nicht mehr die Gruppe finanziell gefördert werde, sondern jedes einzelne Kind mit einer Pauschale. Dies habe für Berching gravierende Auswirkungen.
Als die Gruppenförderung noch möglich war, konnten kleinere Kindergartengruppen bestehen bleiben, die Kinder auch während des laufenden Jahres aufnehmen konnten, erklärte Schierl. Gerade erst im letzten Jahr wurde in Pollanten die Nachmittagsgruppe wegen zu geringer Kinderzahl geschlossen und das Personal durch die Stadt entlassen, um vermeintliche Einsparungen zu erreichen.
Nun stelle sich aber heraus, "dass wir bereits in diesem Jahr mehr Anmeldungen in Berching und Pollanten haben, als freie Plätze zur Verfügung stehen". Für die Mütter bedeute dies "den Verlust ihres Arbeitsplatzes nach Ablauf der Elternzeit", hieß es.
Auch Eltern die in Berching wohnen und ein Geschwisterkind im Berchinger Kindergarten untergebracht haben, würden für ihr zweites Kind keinen Betreuungsplatz erhalten. Der Bürgermeister verwies die Eltern an die Kindergärten Plankstetten oder Holnstein, wo noch Plätze frei wären.
Wohnortnahe Kinderbetreuung sei aber für viele Eltern ein entscheidender Punkt, um dort zu leben.
Nach Meinung der SPD sei es außerdem an der Zeit, den Aufbau einer Kleinstkinder-Betreuung in Berching voranzubringen.
17.08.07
Zuschuß für Altstädte
NEUMARKT. Vier Städte im Landkreis erhalten von der Städtebauförderung insgesamt 450.000 Euro für die Altstadtsanierung.
Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl nun von dem Regierungspräsidenten der Oberpfalz, Dr. Wolfgang Kunert, erfahren hat, stehen für die Oberpfalz in diesem Programm 4.894.000 Euro Finanzhilfen zur Verfügung. Zusätzlich beteiligen sich die Kommunen mit 3.263.000 Euro an den förderfähigen Kosten. Zusammen mit den privaten Finanzierungsanteilen beträgt das damit gesicherte Investitionsvolumen ein Mehrfaches.
Berching erhält 120.000 Euro,
Dietfurt 180.000 Euro
Parsberg 120.000 Euro und
Velburg 30.000 Euro.
Das Ergebnis der Programmaufstellung wird den Kommunen in diesem Jahr erstmals in Form einer Rahmenbewilligung mitgeteilt, womit die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Kommunen bei der Durchführung der Sanierung betont wird. In vielen Fällen handelt es sich bei den Sanierungsmaßnahmen um sehr komplexe Baumaßnahmen mit vielen Beteiligten.
Die Städtebauförderung leistet nach wie vor einen wertvollen Beitrag für eine positive Entwicklung in den Städten und Gemeinden. Insbesondere das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Teil I ist nach wie vor von großer Bedeutung, erklärte Strobl. Mit den Fördermitteln soll vor allem Leerständen und Abwärtstendenzen in den Innenstädten begegnet werden.
Wie sich in den letzten Jahren zeigte, können damit Anstöße für das gemeinsame Engagement von öffentlicher Hand, privaten Eigentümern, Bauherrn und Investoren und der örtlichen Wirtschaft gegeben werden. Weiteres Ziel ist die Sicherung des kulturellen Erbes und die Stärkung der regionalen Identität. Zudem unterstützen die Projekte der Stadtsanierung eine flächensparende und ressourcenschonende Siedlungsentwicklung. Maßnahmen zum Klimaschutz werden größere Bedeutung erlangen.
26.07.07
"Ausgewogene Liste"

Ein "Landrats-Chefsessel" für den Kandidaten: Dirk Lippmann (Pyrbaum), Barbara Schierl (Berching), Spitzenkandidat André Radszun (Seubersdorf), Kreisvorsitzende Carolin Braun (Dietfurt) (v.l.)
NEUMARKT. Wieder einmal brachte die Kreis-SPD eine Nominierungskonferenz in rekordverdächtigem Tempo über die Bühne. Nach kaum zwei Stunden waren ein Landratskandidat gekürt und eine Kreistagsliste mit 60 Kandidaten beschlossene Sache.
Erwartungsgemäß stimmten die Delegierten dem Vorschlag des Kreisvorstands (
wir berichteten) zu und wählten den Seubersdorfer André Radszun mit über 90 Prozent der Stimmen zum Herausforderer für den Landratsposten. Dafür dankte Radszun den Delegierten und versicherte: "Ich werde mich mit vollem Einsatz und gemeinsam mit euch allen für die gemeinsame Sache engagieren".
Sein spezieller Dank galt der Kreisvorsitzenden Carolin Braun, die in den vergangenen Wochen in zahlreichen Gesprächen mit Ortsvereinen und einzelnen Personen eine Kreistagsliste aufgestellt hatte, die dann die Zustimmung der Delegierten fand. Radszun: "Das war wichtig, denn so können wir jetzt geschlossen und mit Schwung gemeinsam an die Arbeit gehen".
Die Kreistagsliste war so recht nach dem Geschmack der Genossen, weist sie doch ein "hohes Maß an Ausgewogenheit" auf. So wird nahezu jeder zweite Platz von einer Frau besetzt. Viele ausgesprochen junge Leute, nicht zuletzt Landratskandidat André Radszun, Claudia Weßling, Juliane Braun, Marvin Willumat und Corinna Urbanski sind dort zu finden, daneben Altgediente wie Erwin Jung (Parsberg) und Josef Mayer (Berching).
Besonders erfreut ist man, dass auch mehrere prominente Gewerkschafter vorn dabei sind wie Michael Meyer (Kreiskartellvorsitzender) und Josef Hierl (Betriebsratsvorsitzender Dehn und Söhne).
Die Liste ist – von den vordersten Plätzen abgesehen – in Regionalblöcken aufgebaut. Dies kommt nach Aussagen von Dirk Lippmann (Pyrbaum) dem Wählerverhalten sehr entgegen. "Parsberger wählen eben bevorzugt Leute aus dem östlichen Landkreis, Freystädter und Berchinger eher die aus dem Westen. Die findet man dann in der Wahlkabine so sehr viel leichter."
Versammlungsleiter Christian Beyer (Amberg) war einmal mehr überrascht von der großen Harmonie im Kreisverband: "So macht es Spaß, darum seid ihr wirklich zu beneiden", beschied er den Neumarktern.
In ihrem Schlusswort dankte Carolin Braun allen Ortsvereinen, die bei der Aufstellung der Liste mitgeholfen hatten. Braun weiter: "Mit dieser attraktiven Liste gehen wir optimistisch in den Wahlkampf. Einige Mandate mehr für die SPD im Kreistag wären schon wichtig, dann könnten wir noch viel mehr erreichen".
Schließich schenkten die Genossen dem Spitzenkandidaten André Radszun passend zu seiner Kandidatur einen Chefsessel, auf dem er sofort bereitwillig Platz nahm.
Die SPD-Kreistagsliste:
- André Radszun Seubersdorf
- Carolin Braun Dietfurt
- Helmut Himmler Berg
- Barbara Schierl Berching
- Dirk Lippmann Pyrbaum
- Lothar Heßlinger Neumarkt
- Michael Meyer Neumarkt
- Utha Lippmann Pyrbaum
- Josef Mayer Berching
- Jutta Spengler Parsberg
- Erwin Jung Parsberg
- Gaby Feierler-Egner Deining
- Stefan Großhauser Freystadt
- Erna Späth Berg
- Franz Rödl Darshofen
- Anton Preissl Lauterhofen
- Robert Wolrab Neumarkt
- Claudia Weßling Neumarkt
- Christian Lang Velburg
- Marianne Steuer Hohenfels
- Helmut Losehand Breitenbrunn
- Josef Hierl Darshofen
- Gerhard Hierl Postbauer-Heng
- Benjamin Huck Postbauer-Heng
- Dr. Helmut Gössnitzer Pyrbaum
- Roland Lehmeier Pyrbaum
- Gottfried Meier Pyrbaum
- Alfred Kett Freystadt
- Christian Dietrich Lupburg
- Helmut Gatzhammer Lupburg
- Margot Bengl Berg
- Georg Späth Berg
- Gabriele Kröller Berg
- Josef Seitz Lauterhofen
- Matthias Götz Berngau
- Claudia Foitzik Neumarkt
- Manfred Böhm Neumarkt
- Gisela Stagat Neumarkt
- Klaus Plankermann Neumarkt
- Joseph Wolfsteiner Darshofen
- Burgi Geißler Seubersdorf
- Ludwig Hahn Seubersdorf
- Resi Maget Seubersdorf
- Martha Girullis Hohenfels
- Marvin Willumat Parsberg
- Corinna Urbanski Neumarkt
- Heinrich Weßling Neumarkt
- Gesche Zimmermann Neumarkt
- Stephan Zeller Berching
- Brigitte Logé Freystadt
- Hans-Joachim Wolff Freystadt
- Ursula Plankermann Neumarkt
- Karl-Heinz Brandenburger Neumarkt
- Günther Stagat Neumarkt
- Johannes Foitzik Neumarkt
- Nickl Plankermann Neumarkt
- Andreas Haußner Dietfurt
- Eva Goldschmidt Dietfurt
- Juliane Braun Dietfurt
- Gerhard Lindl Dietfurt
Ersatzkandidaten sind Marcel Schmidt (Pyrbaum), Josef Schmaußer (Parsberg), Hartmut Schmber (Parsberg) und Martina Pytlik (Seubersdorf)
22.07.07