Kirchen

„Herzenswünsche“ in die Tonne


Von Bewohnern, Mitarbeitenden und Besuchern des Seniorenheims in Dietfurt wurde die große Dose der Caritas rege genutzt, um „Herzenswünsche“ einzuwerfen.
Foto: Andrea Götz/Caritas
NEUMARKT. Nach fast zwei Monaten geht die Aktion „Herzenswünsche“ bei der Caritas im Landkreis Neumarkt ihrem Ende entgegen.

Wie in anderen Gebieten des Bistums Eichstätt sind auch hier in mehreren Einrichtungen Mitarbeitende, Betreute, Angehörige und Besucher jeweils eine Woche lang eingeladen gewesen, ihren innigsten Wünschen nachzuspüren. Diese notierten sie auf einer Karte und warfen sie in einem Briefumschlag in eine XXL-Sammeldose.

Letzte Station war jetzt die Erziehungsberatungsstelle in Neumarkt. Anlass für die besondere Aktion ist das 100jährige Jubiläum des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt. Er ist Träger fast aller Caritas-Einrichtungen im Landkreis Neumarkt.

Ende März war die große verschweißte und nicht zu öffnende Tonne mit Aufschrift des Jubiläumsmottos „Ohne Liebe ist alles nichts“ zunächst im Seniorenheim Dietfurt. Viele Menschen, die dort ein- und ausgehen, nutzten rege die Chance, ihr „Brieflein“ dort einzuwerfen. Es folgten nach einem „Schwenk“ ins Seniorenheim Greding die Altenhilfeeinrichtungen der Caritas in Berching, Freystadt, und Deining. Hier beteiligten sich unter anderen Menschen aus vielfältigen Berufen und Tätigkeitsfeldern an der Aktion: in Deining zum Beispiel vom Helfer aus Eritrea über den Hausmeister bis zur Pflegekraft.


Anschließend kam die Tonne ins Gebäude der Caritas-Kreisstelle und -Sozialstation Neumarkt in der Friedenstraße. Oft notierten hier Klienten der Beratungsdienste der Kreisstelle ganz im Stillen ihre Herzenswünsche. Ebenso gaben Patienten und Mitarbeitende der Sozialstation ihre ganz persönlichen Anliegen in Briefchen auf den vorgesehenen „Weg“.

Schließlich stand die „XXL-Büchse“ eine Woche im Seniorenheim St. Johannes in der Ringstraße: Dort integrierten Mitarbeiter die Aktion auch in eine Betreuungsgruppe: Senioren des Hauses schrieben in ihrer regelmäßig stattfindenden gemeinsamen Stunde Wünsche, Anliegen, Sorgen und Sehnsüchte auf und gaben sie in die Tonne. Mit einer kleineren Büchse, die zusätzlich im Umlauf war, machten Teilnehmer unter Anleitung der Betreuungskräfte zudem Bewegungsübungen.

Gleich neben dem Seniorenheim folgte in dieser Woche noch die Erziehungsberatungsstelle. Nach Information ihres Leiters Dr. Thomas Schnelzer wurde die Aktion von Eltern wie Kindern gut angenommen: „Viele zeigten sich neugierig und interessiert, und so mancher hat ein Briefchen in die Tonne geworfen, um sein Gebetsanliegen vor Gott zu bringen“, beobachtete Dr. Schnelzer.

Die Tonne setzt nun ihre Reise zunächst in den Nürnberger Raum fort. Nach Stationen in 37 Einrichtungen in 24 Orten des Bistums Eichstätt wird sie bei einem Jubiläumsgottesdienst am 28. September dieses Jahres im Eichstätter Dom mit den gesammelten Herzenswünschen vor dem Altar stehen. Dort werden sie symbolisch vertrauensvoll in die Hand Gottes gelegt.
21.05.18

Dekanatsrat gewählt


Der Vorstand des Dekanatsrats wurde neu gewählt
Foto: Stephan Götz
NEUMARKT. Renate Großhauser ist neue Vorsitzende des Neumarkter Dekanatsrats. Sie wurde von den Vertretern aus den Pfarreien, katholischen Verbänden und kirchlichen Einrichtungen mit großer Mehrheit an die Spitze des Gremiums gewählt und leitet in den kommenden vier Jahren das wichtigste Laiengremium im Dekanat.

Die 55jährige Verwaltungsfachwirtin ist im Pfarrgemeinderat Möning tätig und löst nun Robert Bogner ab, der zwölf Jahre lang an der Spitze des Gremiums stand. Bei den anschließenden Wahlen erhielt sie mit Karin Ehrensberger (Neumarkt-Hofkirche), Bianca Vögele (Pollanten) und Barbara Witmann (Stöckelsberg) drei Stellvertreterinnen. Das Vorstandsteam wird durch den neuen Dekan Artur Wechsler und Dekanatsreferent Christian Schrödl komplettiert.


Bei der Vollversammlung in Neumarkt betonten die Mitglieder vor allem, dass der Dekanatsrat eine wichtige Brückenfunktion zwischen der Basis vor Ort und der Diözesanebene habe. Die Anliegen vor Ort müssten stärker gehört und berücksichtig werden, waren sich die Versammlungsteilnehmer einig. Die neu gewählten Vertreter im Diözesanrat nehmen dabei eine wichtige Rolle in.

Als Delegierte wurden Renate Großhauser, Karin Ehrensberger, Bianca Vögele, Karola Schlupf (Pyrbaum) und Robert Bogner gewählt.

Dekanatsreferent Christian Schrödl hatte den Mitgliedern des Dekanatsrats einen Bericht über die Situation des Dekanates gegeben. Er gab zu Bedenken, dass die Mitarbeiter in den Pfarreien und kirchlichen Gemeinschaften oftmals überlastet seien.

Das Dekanat Neumarkt umfasst rund 67.000 Katholiken in 46 Pfarreien und reicht von Stöckelsberg im Norden bis Dietfurt im Süden. Rund 100 Mitarbeiter in der Seelsorge (Priester und pastorale Laienmitarbeiter) sowie rund 500 Pfarrgemeinderäte gestalten das kirchliche Leben in 13 Pastoralräumen, die vom Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke 2017 errichtet wurden.
20.05.18

Scheck für Diakonie


Christina Dietmayr (l.) und Timo Burger (r.) von der Burgis-Geschäftsführung überreichten einen Scheck
Foto: Burgis
NEUMARKT. Der Neumarkter Knödelspezialist Burgis baut die Kooperation mit der Diakonie weiter aus - und überreichte auch wieder eine Spende.

Hilfsbedürftige Menschen aus der Region erfahren so nachhaltig Unterstützung, hieß es dabei. Als regional verbundenes Familienunternehmen lägen die Menschen in Neumarkt besonders am Herzen.Deshalb kam im letzten Jahr auch die enge Kooperation mit der Diakonie zustande, die man schon viele Jahre auch mit Warenspenden für den Leb-mit-Laden unterstützt, sagte Timo Burger von Burgis Geschäftsführung.


Seit dem Startschuss zur Zusammenarbeit im Januar 2017 haben Burgis und die Diakonie bereits verschiedene Projekte gemeinsam entwickelt und realisiert. So initiierte Burgis beispielsweise ein Erlebniskochen mit den Senioren des Seniorenzentrums Pyrbaum.

Um dieses Anliegen auch über einzelne Projekte hinaus zu fördern, unterstützt Burgis die Neumarkter Diakoniestiftung Lebens-Wert auch finanziell. Im Rahmen eines Besuches der Diakonie im Neubau von Burgis übergaben Timo Burger und Christina Dietmayr nun eine Spende in Höhe von 5000 Euro an die Dekanin Christiane Murner und Stefanie Finzel.
18.05.18

"Segenserfahrungen teilen"

NEUMARKT. Die Dekanate Neumarkt und Habsberg veranstalten am Donnerstag um 19.30 Uhr einen „Abend zum Aufbrechen und Entdecken“ im Bruder-Konrad-Haus in Berg.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Ihr seid ein Segen“.

Schon seit drei Jahren probieren die beiden Dekanate in verschiedenen Veranstaltungen aus, wie Kirche von morgen funktionieren kann, heißt es in der Einladung.


Zuletzt habe sich bei den Veranstaltungen ein Team von „Kundschaftern“ herauskristallisiert, die die Menschen in den Pfarreien und kirchlichen Gemeinschaften ermuntern wolle, ihr Christ-Sein vor Ort bewusster zu leben.

Ein Film soll den Teilnehmern zeigen, wo in der Gesellschaft Gottesbegegnung und Gotteserfahrung möglich seien. Zur Abendveranstaltungen eingeladen sind hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter, Ordensleute und Christen ohne Amt aus dem Pastoralraum Berg und darüber hinaus.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
17.05.18


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