SPD Neumarkt

"Auf Büchergeld verzichten"

NEUMARKT. Der SPD-Abgeordnete Reinholf Strobl rief Gemeinden und Schulen auf, vorerst kein Büchergeld einzutreiben.

Per Mail hat der SPD-Landtagsabgeordnete die Gemeinden und Schulen davon informiert, dass ein parlamentarisches Verfahren zur sofortigen Abschaffung des Büchergeldes eingeleitet wurde. Strobl empfahl, dieses Verfahren abzuwarten und momentan auf die Einhebung des Büchergeldes zu verzichten.

Inzwischen hat nach der Freien Liste in Neumarkt (wir berichteten) auch die SPD in Berching die Kommune aufgefordert, das Büchergeld sofort abschaffen. Die Vorstandschaft und Fraktion der Berchinger SPD hat dies einstimmig beschlossen.

Da das Büchergeld erst im nächsten Schuljahr gekippt werden soll, müsste für dieses Schuljahr das Geld durch die Eltern noch bezahlt werden. "Wir sind der Meinung, dass das Eintreiben des Büchergeldes an den Schulen im Sinne der Lehrer, der Schulverwaltung und allen voran der betroffenen Familien bereits in diesem Jahr eingestellt werden muss",erklärte Barbara Schierl.

26.09.07

Viele große Klassen ?

NEUMARKT. "Wie gestaltet sich die Schulentwicklung im Landkreis Neumarkt?" Diese Frage will der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl jetzt von der Bayerischen Staatsregierung durch eine mündliche Anfrage beantwortet bekommen.

Ihn und auch die SPD-Kreisvorsitzende Carolin Braun interessiert dabei besonders, wie viele Klassen über 30 Schüler es in den einzelnen Schularten (Grund-, Haupt-, Realschule, Gymnasium und Berufsschule) gibt und wie viele mobile Reserven und Sozialarbeiter im laufenden Schuljahr in den einzelnen Schularten zur Verfügung stehen.

Strobl: "Eigentlich sollte es keine Schulklassen mit mehr als 25 Schüler geben." Von diesem Ziel sei man aber in Bayern weit entfernt.
sor


23.09.07

"Unerhörter Unsinn"

NEUMARKT. Als "zynisch" bezeichnet die SPD Kreisvorsitzende Carolin Braun jetzt die Erklärung des designierten Ministerpräsidenten Beckstein, "die Lernmittelfreiheit wieder herzustellen", indem das Verwaltungsmonstrum "Büchergeld" nun nach zwei Jahren wieder abschafft werde.

Die Lernmittelfreiheit sei mit der Einführung des Büchergeldes durch dieses CSU-Gesetz ad Absurdum geführt worden. "Ich habe selber bis zum Bayerischen Verfassungsgericht geklagt gegen diesen unerhörten Unsinn," sagte Braun. Leider komme man gegen Gesetze nicht an, die von absoluten Mehrheiten beschlossen sind, "seien sie noch so widersinnig".

Jetzt werde aus wahltaktischen Gründen "diese bildungspolitische Bankrotterklärung" der Bayerischen Staatsregierung gottseidank wieder gekippt. Die Abschaffung trete erst im September 2008 in Kraft, wenige Wochen vor der Landtagswahl. "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!", sagte Brun

"Wir sind trotz allem froh, dass endlich die Familien wenigstens ein Stück weit entlastet werden". Eigentlich, so Braun, sollten jetzt auch gleich die Studiengebühren wieder mit abgeschafft werden. Auch das sei dringend nötig, wenn man Chancengleichheit einigermaßen auch bei Studierwilligen schaffen wolle.

"Wir hoffen, dass nun überhaupt Bewegung in die Bildungspolitik der CSU Regierung kommt." Dirk Lippmann, selber Hauptschullehrer: "Gerade auch die jahrgangsübergreifenden Klassen in den Grundschulen sind allein zum Einsparen von Lehrkräften vorgenommen worden" . Statt den Vorteil von etwas kleineren Klassen durch die geburtenschwachen Jahrgänge zu nutzen, seien leider immer noch viel zu wenig Lehrer in allen Schularten, vor allem aber an den Hauptschulen.

20.09.07


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