Christlich Soziale Union
"Straßencharakter aufheben"
NEUMARKT. Die CSU will den "Straßencharakter" der Fußgängerzone an der Marktstraße aufheben und eine "Kommunikationsfläche" schaffen.
Spielgeräte und Grünzonen sollten den Platz prägen, hieß es bei der Fraktions-Sitzung. Erfreut zeigte man sich, daß die Werbegemeinschaft "nun wohl das Engagement aufgegeben habe, die Fußgängerzone wieder für den Verkehr freizugeben".
Im historischen Stadtkern um Rathaus und Marktstraße müsse "das Leben pulsieren", sagte Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst. Dies zeichne eine attraktive Innenstadt aus. Neumarkt sei gekennzeichnet durch seine Zentralitätsfunktion als Einkaufs-, Bildungs- und Freizeitstandort. Die Konkurrenzsituation mit anderen Städten, so CSU-Vorsitzender Helmut Jawurek, erfordere jedoch eine stetige, sinnvolle Weiterentwicklung.
Die Marktstrasse ist seit 16 Jahren rund um das Rathaus für den Durchgangsverkehr gesperrt. "Dies ist der richtige Schritt gewesen", resümierte Ruth Dorner. Forderungen, die Marktstrasse auch nur als Einbahnstrasse für den Verkehr freizugeben, halte die CSU für falsch.
Die Zeit sei gekommen, den Strassencharakter des Fußgängerbereichs zu beseitigen und die Marktstrasse hier zu einem attraktiven Platz umzugestalten, sagte Ferdinand Ernst. Durch die Neugestaltung solle eine Kommunikationsfläche entstehen, die auch einen regen Austausch zwischen den beiden Strassenseiten gewährleiste. Grünzonen sollten eine angenehme Atmosphäre schaffen und Spielgeräte für Kinder eine willkommene Abwechslung in der Innenstadt bieten.
Christian März schlug die Bildung einer Arbeitsgruppe unter Einbindung der Gewerbetreibenden und der Altstadtfreunde vor, die Gestaltungsvorschläge erarbeiten solle.
Ausdrücklich begrüßte die stellvertretende Vorsitzende Gisela Burger das private Engagement am Unteren Markt. Mit der "Altstadtpassage", einem neuen Modehaus in der ehemaligen HypoVereinsbank und einem Cafe im vormaligen "Clever-shopping" erfahre der Untere Markt eine "starke Aufwertung".
13.10.06
"Grüne Lunge erhalten"
NEUMARKT. Die Woffenbacher CSU und viele Vereinsvorsitzende wollen einen Park auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei.
Die Vorstandschaft des CSU Ortsverbandes Woffenbach hatte die Vorsitzenden der Woffenbacher Vereine zu einem Gespräch zum Thema "Erhalt der Grünen Lunge von Woffenbach" gebeten. Es wurde übereinstimmend festgestellt, dass das ehemalige Gelände der Stadtgärtnerei als "Filetstück in Woffenbach" auf keinen Fall bebaut werden dürfe.
Eine mögliche Wohnbebauung dort könne niemand verstehen, die zusammenhängenden Grünflächen müssten erhalten werden, hieß es. Vielmehr fordere die CSU Woffenbach gemeinsam mit den lokalen Vereinen ein Naherholungsgebiet in Form eines Parks. "Die Grünzone im Herzen von Woffenbach ist ein kleines Naherholungsgebiet für alle Bewohner des Ortsteils. Das Gelände muss daher als Grünzone erhalten bleiben und für eine mögliche Erweiterung des BRK-Altenheims zur Verfügung gestellt werden", sagte der CSU-Ortsvorsitzende Maximilian Federhofer. Gerade auch zukünftigen Generationen sei man es schuldig, diese Grüne Lunge zu erhalten, erklärte Federhofer.
Die anwesenden Vereinsvorsitzenden sprachen sich für eine Parkanlage für das Altenheim, die Schützen und Pfadfinder aus, die mit einer Brücke über den vorhandenen Bach auch das Theo-Betz-Wohnheim mit anbinden könnte. Außerdem müssten Reserve- und Erweiterungsflächen für das Altenheim bereitgehalten werden.
"Viele Woffenbacher gehen auf den Weg durch den Park zum Friedhof und auch die Fronleichnamsprozession führt dort hindurch", sagte ein Vereinsvorsitzender. Man sei entschlossen, im Interesse der Woffenbacher eine mögliche Zerstörung nicht hinzunehmen.
Als nächster Schritt ist ein Treffen oder ein Ortstermin der CSU-Ortsvorstandschaft mit Oberbürgermeister Thomas Thumann, dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Ferdinand Ernst und den Verantwortlichen der Stadtverwaltung geplant.
13.10.06
"Eigenständige Lebensräume"

Die neue CSA-Bezirksvorstandschaft mit den Abgeordneten Albert Dess, MdEP, Herbert Fischer, MdL und Konrad Kobler, MdL, der für seine Ausführungen viel Beifall bekam.
NEUMARKT/BERNGAU (as) Große Ehre für Reiner Meier aus Tirschenreuth: Bei der Bezirksversammlung der Christlich Sozialen Arbeitnehmerunion (CSA) Oberpfalz in Berngau ist der Vorsitzende einstimmig wiedergewählt worden.
Weiter bestätigten die gut 100 Delegierten Hans Meißner (Neustadt), Marianne Eckert (Schwandorf), Michael Wiederer (Amberg-Sulzbach) und Renate Blochberger (Cham) als Meiers Stellvertreter, Ottmar Hochmuth (Schwandorf) als Schatzmeister, Karl-Heinz Frank (Cham) und Stefan Kastner (Weiden) als Schriftführer.
In ihren Ämtern bleiben ebenso die Beisitzer Lorenz Himmler und Franz Sturm (beide Neumarkt), Elisabeth Müller und Gerhard Büttner (beide Amberg), Karl Kleber und Georg Weiß (beide Neustadt/Waldnaab), Christine Demmel (Regensburg), Erich Lang und Jürgen Merzinger (beide Tirschenreuth) sowie Elke Richter (Weiden).
Bereits in der Einladung zur Veranstaltung in Berngau, die diesmal unter dem Motto "Zukunft des ländlichen Raumes" stand, hatte Vorsitzender Reiner Meier darauf hingewiesen, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung in ländlichen Regionen lebe. In Bayern seien dies zwei von drei Bürgern. Dem ländlichen Raum komme deshalb eine immense Bedeutung als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum zu.
Die Stärke der Wirtschaftskraft ergäbe sich aus der gleichberechtigten Entwicklung von städtischen Ballungsgebieten und ländlichen Räumen. Gemeinsames Ziel von CSA und CSU bleibe es, die ländlichen Räume als eigenständige und gleichwertige Lebens- und Arbeitsräume neben den städtischen Ballungsräumen weiter zu entwickeln.
Sowohl Meier wie auch Gastredner MdL Konrad Kobler betonten, ohne Interessenvertretung der Arbeitnehmer werde es bei den nächsten Wahlen keine regierungsfähige Mehrheit geben. Besondere Freude herrschte über das erreichte Ziel, die CSA-Mitgliederzahl in der Oberpfalz wieder über die 1000er Grenze zu bringen.
Nach den Berichten des Bezirksvorsitzenden und Schatzmeisters stand auf der Tagesordnung ein Antrag des Kreisverbands Regensburg, den Sonntag zu schützen, dem ein einstimmiger Beschluss folgte.
Unter anderem wird gefordert, dass keine weiteren gesetzlichen Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsschutz auf Landesebene zugelassen werden dürften. Auch müssten bestehenden Vorschriften effektiver kontrolliert werden.
09.10.06