Christlich Soziale Union
Kinderkrippe besucht
NEUMARKT. Ein Jahr Kinderkrippe in Woffenbach war der Anlass für die CSU-Fraktion, die Einrichtung zu besuchen.
Bei dem Besuch der Kinderkrippe "Kunterbunt" am Dienstag bekamen Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst, Bürgermeister Arnold Graf, Kindergartenreferentin Ursula Seitz und Ruth Dorner sowie der Woffenbacher Ortsvorsitzende Maximilian Federhofer von der Leiterin Kristine Huyer Antworten auf ihre Fragen.
Die Mehrzahl der Kinder besuchen 30 Stunden pro Woche die Kinderkrippe, die von 7 bis 18 Uhr geöffnet hat. Die Mindestzeit von zehn Stunden pro Woche kostet 194 Euro, bei 30 Stunden sind es 452 Euro. Kristine Huyer, die Leiterin der Kinderkrippe sieht in dem Preis durchaus ein Hemmnis, sein Kind in die Kinderkrippe zu geben. Allerdings würden das qualifizierte Fachpersonal und die pädagogische Betreuung diesen Preis "durchaus rechtfertigten". Hier unterscheide sich der Ansatz auch von anderen Bundesländern, so Ursula Seitz, wo teilweise erheblich weniger Personal für die Betreuung der Kinder zur Verfügung stünde. Trotz der Gebühren trage die Stadt dennoch den weitaus größten Teil der Kosten.
Aktuell zählen die vier Betreuerinnen 19 Kinder. Es bestünde aber noch Kapazität für weitere Kinder. Auch während der kompletten Ferienzeit ist die Einrichtung geöffnet.
Nachdem die ansprechend gestaltenden Räume begutachtet wurden, erwarteten die Kinder gespannt den Besuch. Aufgeschlossen teilten sie sich den Besuchern mit und genossen es sichtlich, im Mittelpunkt zu stehen.
Da mittlerweile verschiedene Kindergärten auch Kinder unter drei Jahren aufnehmen, fragte Bürgermeister Arnold Graf nach, wie sich dies auf die Zukunft der Krippe auswirke. Hoyer verwies auf den Vorteil der Kinderkrippe bezüglich der langen Öffnungszeiten und dauerhaften Betreuung auch während der Ferien. Außerdem liefen momentan Verhandlungen mit dem Klinikum Neumarkt, das Plätze für das Krankenhauspersonal in Anspruch nehmen möchte.
Den Standort beurteilen die Mitarbeiterinnen als äußerst positiv, da sich Parkplätze direkt vor dem Haus befänden, ein kleiner Garten zur Verfügung stehe und die Lage sehr ruhig sei.
Ruth Dorner wollte wissen, wie sie das Angebot des Storchennestes einordnen würde. Die Kinderkrippe würde vor allem durch Eltern mit Vollzeitbeschäftigung und regelmäßigem Betreuungsbedarf gebucht, so Hoyer. Das Angebot des Storchennestes stehe demgegenüber für spontane, flexible Kinderbetreuung.
01.09.06
"Alte Kamellen"
NEUMARKT. Die CSU sieht keinen Anlaß, sich noch einmal mit einer Umbenennung der Albert-Reich-Straße zu befassen.
Die Freie Liste Zukunft wärme mit ihrer Forderung (
wir berichteten) nur "alte Kamellen" auf, heißt es in einer Stellungnahme vom Donnerstagabend. Der Stadtrat habe sich bereits im Juni 2004 mit dem Thema befasst. Mit großer Mehrheit habe man seinerzeit beschlossen, den Namen der Straße zu belassen und durch entsprechende Hinweistafeln auf die Vergangenheit von Albert-Reich hinzuweisen.
Mit dem Textzusatz auf dem Straßenschild der Albert-Reich -Straße "verhängnisvoller Förderer des Nationalsozialismus" werde Reichs Geschichte offensiv begegnet. Durch eine Umbenennung der Straße könne man die Vergangenheit nicht ungeschehen machen oder auslöschen.
Der Beschluss sei vor zwei Jahren gefasst und umgesetzt worden. Man solle sich viel mehr mit der Zukunftsfähigkeit Neumarkts, mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und dem Ausbau der Zentralitätsfunktion der Stadt beschäftigen, erklärte CSU-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst.
Gleichzeitig schlugt Ernst vor, die Stadt solle zu der Musical-Aufführung "Der letzte Brief" des Ostendorfer Gymnasiums neben den ehemals in Neumarkt lebenden Juden auch Vertreter des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayern einladen.
Die Stadt solle in diesem Rahmen an die Israelitische Kultusgemeinde mit der Anfrage zugehen, ob diese das Engagement der Musical-Gruppe für die geschichtliche Aufarbeitung durch die Verleihung eines Preises oder einer Auszeichnung würdigen könnte.
31.08.06
"Ungerechte Abzocke"
NEUMARKT. "Die Kürzung der Pendlerpauschale ist ein weiterer Schlag gegen das ansonsten so viel beschworene Lohnabstandsgebot", erklärte CSA-Kreisvorsitzende Heidi Rackl.
Die zum 1. 1. 2007 vorgesehene Regelung, den Weg zur Arbeit erst ab dem 20. Kilometer steuerlich abzugsfähig zu machen, sei eine indirekte, steuerlich bedingte Einkommenskürzung, die besonders die Arbeitnehmer im ländlichen Raum und damit auch viele Pendler im Landkreis Neumarkt treffe. Arbeitnehmer würden damit schlechter gestellt gegenüber frei zu veranlagenden Steuerpflichtigen.
An der Seite von Konrad Kobler, stellvertretender CSA-Landesvorsitzender, und zusammen mit dem "Bund der Steuerzahler" will man hier für mehr Gerechtigkeit sorgen, hieß es von der Neumarkter CSA. Zur Zeit werde überprüft, ob der Klageweg über das Bundesverfassungsgericht beschritten wird, um dieses "ungerechte Abzockmanöver" auf dem Klageweg zu Fall zu bringen.
25.08.06