SPD Neumarkt
100 Prozent Zustimmung

Der gesamte neue Kreisvorstand der SPD.

Ehrengast MdL Franz Schindler lobte die Arbeit der Neumarkter
Kreis-SPD
NEUMARKT. Die Kreis-SPD steht geschlossen hinter Carolin Braun. Mit 100 Prozent Ja-Stimmen wurde die amtierende Vorsitzende bei der Kreis-Delegiertenkonferenz der SPD in ihrem Amt bestätigt.
Ohne eine einzige Neinstimme und mit nur wenigen Enthaltungen wurde praktisch der gesamte Kreisvorstand wiedergewählt. Ergänzt wird das Gremium künftig durch André Radszun als IT- und Bildungsbeauftragtem und durch Alfred Kett als Vertreter der Generation 60 plus. Der Wahlleiter, stellvertretender Unterbezirks-Vorsitzender Christian Beyer aus Amberg, konnte deshalb auch seine Aufgabe zügig durchführen.
Dies beeindruckte auch den Bezirksvorsitzenden MdL Franz Schindler, der in seiner Rede vor allem das unermüdliche Engagement der Genossen im Kreis gegen den Rechtsradikalismus lobte. Schindler: "Dieses konsequente Eintreten für die Demokratie und gegen ihre Feinde ist leider bitter nötig und ich wünschte, auch andere würden endlich begreifen, dass es allerhöchste Zeit ist, diesem Spuk ein Ende zu machen".
Die wiedergewählten stellvertretenden Vorsitzenden Barbara Schierl und Dirk Lippmann gaben die programmatische Richtung vor. Lippmann: "Die Familien- und Bildungspolitik bleiben die zentralen Themen". Die CSU-Regierung dürfe nicht den Familien und Schulen den Geldhahn zudrehen und dann im Wahlkampf "über die Dörfer ziehen und das eingesparte Geld für Wahlgeschenke verprassen". Das könne sich "nicht einmal" Bayern leisten.
Schierl, selbst Mutter von drei Kindern, mahnte eine ideologiefreie Vorgehensweise bei den Kinderkrippen an: Viele Mütter würden vielleicht gern länger bei ihren Kindern bleiben, aber sie könnten es sich wirtschaftlich nicht leisten. Wenn sie keine Unterstützung in Form von Krippenplätzen bekommen, dann könnten sie sich keine Kinder leisten. Barbara Schierl: "Ja zur Familie in Zeiten von Fachkräftemangel und sinkenden Einkommen heißt ja zum überfälligen Ausbau des Angebots von Krippenplätzen ohne wenn und aber!"
Die alte und neue Vorsitzende Carolin Braun wünscht sich, dass die Kreis-SPD auch weiterhin als "Vorkämpfer für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit" Flagge zeige. Braun: "Durch die große Koalition im Bund müssen wir auch hier vor Ort so manche Kröte schlucken, denn man lastet uns vieles an, was uns die Union im Bund einbrockt". Aber die Möglichkeiten vor Ort nutze man dafür um so entschlossener: "Für die Menschen im Landkreis, für die Familien, für Fairness in der Bildung, gegen Büchergeld und Studiengebühren, gegen die Arroganz der CSU und nicht zuletzt kompromisslos gegen rechts!"
Die gesamten Wahlergebnisse
Vorsitzende: Carolin Braun (Dietfurt), Stellvertreter: Barbara Schierl (Berching), Dirk Lippmann (Pyrbaum) und Lothar Braun (Neumarkt), Kassier: Robert Zeller (Berching). IT- und Bildungsbeauftragter: André Radszun (Seubersdorf), Orgaleiter: Gerd Lindl (Dietfurt), AfA-Beauftragter: Michael Meyer (Pilsach), Juso-Vertreterin: Claudia Weßling (Neumarkt), Pressebeauftragter: Ludwig Hahn (Seubersdorf). Beisitzer: Dieter Girullis(Hohenfels), Helmut Gatzhammer (Lupburg), Klaus Franz (Freystadt), Josef Schleirf( Seubersdorf), Heinrich Weßling und Lothar Heßlinger, (Neumarkt), Anton Preißl (Lauterhofen), Josef Schmausser (Parsberg), Franz Rödl (Darshofen), Corinna Urbanski (Sengenthal), Andreas Gabler und Lydia Losehand (Breitenbrunn), Andrea Heiselbetz (Mühlhausen), Josef Mayer (Berching), Margot Bengl( Berg). Revisoren wurden Robert Wolrab und Franz Holzner.
03.03.07
"Brunnenvergifter im Stadtrat"
NEUMARKT. Thema Hallerbrunnen: Die SPD schießt heftig gegen Landrat Löhner und "Brunnenvergifter im eigenen Stadtrat".
Man sei "bestürzt über die Darstellungsform zum Thema Wasserentnahme aus dem Hallerbrunnen", heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion am Mittwoch.
neumarktonline hatte am Montag über die
Erteilung des Bescheids und am Dienstag über die
Kritik des Oberbürgermeisters berichtet.
Jene, die heute mit dem Finger auf OB Thomas Thumann zeigten, hätten die Sache "in Eigenregie verbockt" und wollten ihre Schuld nun auf andere abschieben, schreibt Fraktionsvorsitzender Lothar Braun.
Stadtwerke-Direktor Manfred Tylla und Oberbürgermeister Thomas Thumann hätten sich redlich um eine vernünftige Lösung bemüht. "Die Brunnenvergifter" macht die SPD "im eigenen Stadtrat" aus. "Heute krakeelen sie, man müsse schnell den Hallerbrunnen mit seiner Schüttungskapazität für die Stadt gewinnen, damals saß man konspirativ mit den Verhinderern an einen Tisch und hat das Flämmchen der Verhinderung erst richtig auflodern lassen", schreibt Braun. In dieser Phase hätten sich die Stadtwerke immer bemüht, die enge Wasserentnahmesituation vorrangig aus dem Miss-Brunnen in den Griff zu bekommen.
Das Landratsamt wolle nun vorschreiben, was "wir als Stadt" gegenüber der Marktgemeinde Lauterhofen zu tun hätten, heißt es in der SPD-Pressemitteilung weiter. Lothar Braun riet Landrat Löhner, sich diese "Bevormundungen zu sparen": "Die abgekarteten Geschichten zwischen CSU-Stadtratsfraktion und den schwarzen Gemeindegesellen sind für die Fortentwicklung unserer Stadt sehr kontraproduktiv".
Im Gegenzug "scheint man zu versprechen, über die Stadt den Gemeinden den Anschluss Frickenhofen zum Nulltarif zu finanzieren". Das "neue ökologische Gesicht der Mehrheitspartei" habe durch "falsche Darstellungen und Beschuldigungen" bereits jetzt "erste sichtbare Falten" bekommen.
Die SPD-Stadtratsfraktion werde sich uneingeschränkt hinter das Projekt Hallerbrunnen stellen, es bedeute für Neumarkt Weitsicht und Zukunft, heißt es abschließend.
28.02.07
"Auf Steinzeitebene "
NEUMARKT. Die Neumarkter SPD steht hinter dem Biomasse-Heizkraftwerk und kritisiert anonyme "Wadelbeisser".
Von Anfang an habe die "Mehrheitsfraktion" einen Weg gesucht das geplante Biomasse-Heizkraftwerk zum Scheitern zu bringen. Dies untermale einmal mehr, dass man bei der CSU nicht unbedingt neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber stehe, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD.
"Wir sind im 21 Jahrhundert und haben scheinbar nicht begriffen, dass Umwelt ein sehr kostbares Gut ist", schreibt Fraktionsvorsitzender Lothar Braun. Damit meine man vor allem, dass Umwelttechnologien in Deutschland einen hohen Stellenwert hätten, in Neumarkt aber "leider auf Steinzeitebene betrieben werden".
"Persönliche Eitelkeiten und der drohende Machtverlust" würden seit vielen Monaten die Beschlüsse in der Stadt lähmen. Nun schicke man die "Wadelbeisser" voran, um anonym "im Dolchstossverfahren einen Beschluss kippen zu können". Braun: "Da nützt es wenig, wenn man erklärt, man stünde der Sache positiv gegenüber, müsse aber prüfen".
Ein Biomasse-Kraftwerk bringe für die Neumarkter Bürger nur Vorteile. Weder Geruchsbelästigung noch Brennstoffknappheit würden eintreten. Die Stadtwerke und deren Vertreter hätten in der Vergangenheit bewiesen, dass sie ihrem Aufgabenfeld gewachsen seien. So wurden die Parkhäuser und Tiefgaragen, der Freibadbetrieb, der öffentlicher Personennahverkehr mit großen Erfolg bewältigt.
Deutschland exportiere sein Holz bis nach Kanada - und "uns will man glauben machen, dass für das geplante Biomasse-Heizkraftwerk nicht genügend Hackschnitzel auf Dauer zu Verfügung stünden".
Die CSU hätte sich "auf dem kleinen Dienstweg" bei den Stadtwerken erkundigen können, bevor man "in unsensibler Art und Weise die Bevölkerung durch Falschmeldungen beunruhigt", schreibt Braun.
"Wir könnten im Bereich Klärschlammtechnologie Marktführer in Bayern werden, wenn wir es nicht wieder grandios schaffen, uns Steine in den Weg zu legen", hieß es von der SPD.
22.02.07