SPD Neumarkt

Pfiffige Ideen gesucht

NEUMARKT. Der bevorstehende Kommunalwahlkampf stand im Mittelpunkt einer Klausurtagung von SPD und Jusos.

Zu der zweitägigen Klausur trafen sich der Kreisvorstand der SPD und Vertreter aus den 18 Ortsvereinen und der Jusos. Die ebenfalls anwesenden Kreisräte konnten dabei immer wieder wichtige Aspekte der Landkreispolitik erläutern.

Konzentriert wurde an Themen für die Kommunalwahlen im März 2008 gearbeitet. "Wir werden diesmal im Wahlkampf regionale Themen genauso behandeln wie die zentralen Landkreisthemen", sagte Kreisvorsitzende Carolin Braun. "Im Gegensatz zur CSU" rede man nicht nur vom "Ländlichen Raum", sondern versuche wirklich, den Landkreisgemeinden gleichberechtigt zu den "hoch gepriesenen Clustern" Gehör zu verschaffen, hieß es.

Moderiert wurden die beiden Tage von Dirk Lippmann, Pyrbaum, der es in kurzer Zeit schaffte, eine Vielzahl an Ideen und Beiträgen mit den motivierten Mitarbeitern zu Themenfeldern zu bündeln. Der Juso Kreisvorsitzende André Radszun freute sich, dass er mit fünf weiteren Jusos nun schon zum wiederholten Mal an den jährlichen Klausuren des SPD Kreisverbandes teilnehmen konnte und "es immer mehr werden, die hier aktiv Ideen einbringen".

Am zweiten Seminartag ging es an die Einteilung der regionalen Aktionsgruppen. Die Ortsvereinsvertreter einigten sich schnell auf die Zusammenarbeit, die nun untereinander verstärkt werden soll, um noch höhere Effizienz zu erzielen. "Wir helfen uns gegenseitig , und lassen auch keinen der kleineren Ortsvereine allein", sagte Josef Hierl, Darshofen.

Das hörte gerade auch Andreas Gabler aus Breitenbrunn gerne, denn dort wird sich noch im April ein neuer Ortsverein gründen (wir berichteten), der noch viel Unterstützung brauchen werde.

Natürlich ging es auch um organisatorische Fragen. Hier fanden sich aber jeweils problemlos Verantwortliche, die nun in eigenen Arbeitsgruppen konzentriert weiterarbeiten wollen. Die Erstellung von Vorstellungs-Flyern für die Kreistagskandidaten stellt eine besondere Herausforderung dar. "Wir wollen effektive und trotzdem außergewöhnliche Werbung betreiben," sagte stellvertretende Kreisvorsitzende Barbara Schierl, Berching, die sich besonders um dieses Thema kümmern wird.

Dazu wird auch Anfang Mai noch einmal ein zweitägiges Seminar angeboten, bei dem ausschließlich alternative Veranstaltungsformen und "pfiffige Werbemöglichkeiten" behandelt werden. "Mit hergebrachten Versammlungen erreichen wir nur noch einen kleinen Teil der Bürger, - da müssen wir uns schon mehr einfallen lassen" erklärte Ludwig Hahn aus Seubersdorf den Genossen.

Eine große Rolle werde auch das neue "SPD-Bürgerbüro" in Neumarkt spielen. Neben der Kreisvorsitzenden Carolin Braun will sich Lothar Hesslinger aus Neumarkt darum besonders kümmern. "Wir wollen wieder eine Anlaufstelle für Bürger bieten, und dazu brauchen wir ein Büro," sagte Hesslinger.

03.04.07

Staatsminister spricht

NEUMARKT. Einen hochkarätigen Hauptredner konnte die Neumarkter Kreis-SPD für den diesjährigen Maiempfang gewinnen: Günter Gloser, Staatsminister im Auswärtigen Amt und einer der engsten Mitarbeiter von Außenminister Steinmeier, spricht am Sonntag, 29. April, ab 10 Uhr im Foyer des Reitstadels zum Thema "Die soziale Dimension Europas - Möglichkeiten und Grenzen".

Kreisvorsitzende Carolin Braun begrüßt den Auftritt Glosers auch vor dem Hintergrund der schwierigen Debatte um Renten und Mindestlöhne: "Günter Gloser wird uns den Rahmen aufzeigen, in dem sich die Sozialpolitik der nächsten Jahren bewegen wird. Mit der gebotenen Sachlicheit, offen und klar". Man wünsche sich zum Mai-Empfang viele Gäste aus Politik und Arbeitnehmervertretung und freue sich auf viele anregende Gespräche im Anschluss an den offiziellen Teil bei einem kalten Buffet, heißt es in der Einladung.

30.03.07

"Kreisumlage einbehalten!"

NEUMARKT. Die Neumarkter SPD-Stadtratsfraktion will bis zur Klärung in Sachen Hallerbrunnen die Kreisumlage einbehalten!

Das werde die Fraktion der Stadt Neumarkt empfehlen, schreibt Fraktionssprecher Lothar Braun am Mittwoch in einer Pressemitteilung, in der eine Stellungnahme der CSU (wir berichteten) zu den Themen Frickenhofen, Ganzjahresbad und Hallerbrunnen als "heuchlerisch" bezeichnet wird.

Braun wies darauf hin, daß die SPD die Stadtwerke in Sachen Hallerbrunnen schon immer "ohne wenn und aber unterstützt" habe. Als "Dreistigkeit der Stadt gegenüber" bezeichnete Braun den Einspruch des Landsratsamtes gegen den positiven Bescheid des Wasserwirtschaftsamtes. Der Neumarkter CSU und hier vor allem Werksreferent Ferdinand Ernst warf er vor, sich nicht ausreichend über das vorliegende Gutachten informiert zu haben.

Heftige SPD-Kritik gab es auch am Landkreis beim Thema Gemeinschaftsbad: die Steuerzahler der Stadt Neumarkt hätten das Hallenbad, das der Landkreis seinerzeit geschenkt erhalten habe, quasi finanziert - und sollten nun für die Sanierung der maroden technischen Anlagen noch einmal bezahlen, empört sich Braun. "Soll doch der Landkreis sein Hallenbad in Schuss bringen, und dann wird man sehen, ob er eine Verquickung zu einem Ganzjahresbad ernst nimmt", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Autobahnausfahrt Frickenhofen bezeichnete der SPD-Fraktionssprecher als "reines Wahlgeschenk an die leeren Kassen" der Landkreis-Bürgermeister. Man gönne dem aufstrebenden (und SPD-regierten) Berg seine wirtschaftliche Entwicklung nicht und möchte sie "abwürgen". Ob dabei eine Landschaft zerstört werde, "ist dabei sekundär", schreibt Braun.

28.03.07


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