SPD Neumarkt
Fahrt nach Auschwitz
NEUMARKT. Die Dietfurter Juso-AG schließt sich einer Bildungsfahrt der bayerischen Jusos nach Auschwitz und Krakau an.
"Vergessen? Verdrängen? Verleugnen? – Verarbeiten lernen." Das Thema der Fahrt soll nicht nur die KZ-Vergangenheit sondern auch die Gegenwart von Rechtsextremismus und Holocaust-Leugnung sein.
"So was gibt’s auch bei uns in Dietfurt: Während des NPD-Infostandes war da eine Frau, die Dietfurter Jugendlichen erklären wollte, dass die Schule alle belügt und Dachau nur nachgebaut sei," erklärt Juliane Braun, die diese Fahrt mit dem Juso-Landesverband Bayern organisiert.
Unterstützt vom bayerischen Seminar für Politik wird die viertägige Bildungsfahrt (6.6. bis 10.6.) günstig angeboten und richtet sich an alle Jugendlichen, unabhängig von Parteizugehörigkeit.
Link zum Thema:
Juso-AG Dietfurt05.03.07
100 Prozent Zustimmung

Der gesamte neue Kreisvorstand der SPD.

Ehrengast MdL Franz Schindler lobte die Arbeit der Neumarkter
Kreis-SPD
NEUMARKT. Die Kreis-SPD steht geschlossen hinter Carolin Braun. Mit 100 Prozent Ja-Stimmen wurde die amtierende Vorsitzende bei der Kreis-Delegiertenkonferenz der SPD in ihrem Amt bestätigt.
Ohne eine einzige Neinstimme und mit nur wenigen Enthaltungen wurde praktisch der gesamte Kreisvorstand wiedergewählt. Ergänzt wird das Gremium künftig durch André Radszun als IT- und Bildungsbeauftragtem und durch Alfred Kett als Vertreter der Generation 60 plus. Der Wahlleiter, stellvertretender Unterbezirks-Vorsitzender Christian Beyer aus Amberg, konnte deshalb auch seine Aufgabe zügig durchführen.
Dies beeindruckte auch den Bezirksvorsitzenden MdL Franz Schindler, der in seiner Rede vor allem das unermüdliche Engagement der Genossen im Kreis gegen den Rechtsradikalismus lobte. Schindler: "Dieses konsequente Eintreten für die Demokratie und gegen ihre Feinde ist leider bitter nötig und ich wünschte, auch andere würden endlich begreifen, dass es allerhöchste Zeit ist, diesem Spuk ein Ende zu machen".
Die wiedergewählten stellvertretenden Vorsitzenden Barbara Schierl und Dirk Lippmann gaben die programmatische Richtung vor. Lippmann: "Die Familien- und Bildungspolitik bleiben die zentralen Themen". Die CSU-Regierung dürfe nicht den Familien und Schulen den Geldhahn zudrehen und dann im Wahlkampf "über die Dörfer ziehen und das eingesparte Geld für Wahlgeschenke verprassen". Das könne sich "nicht einmal" Bayern leisten.
Schierl, selbst Mutter von drei Kindern, mahnte eine ideologiefreie Vorgehensweise bei den Kinderkrippen an: Viele Mütter würden vielleicht gern länger bei ihren Kindern bleiben, aber sie könnten es sich wirtschaftlich nicht leisten. Wenn sie keine Unterstützung in Form von Krippenplätzen bekommen, dann könnten sie sich keine Kinder leisten. Barbara Schierl: "Ja zur Familie in Zeiten von Fachkräftemangel und sinkenden Einkommen heißt ja zum überfälligen Ausbau des Angebots von Krippenplätzen ohne wenn und aber!"
Die alte und neue Vorsitzende Carolin Braun wünscht sich, dass die Kreis-SPD auch weiterhin als "Vorkämpfer für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit" Flagge zeige. Braun: "Durch die große Koalition im Bund müssen wir auch hier vor Ort so manche Kröte schlucken, denn man lastet uns vieles an, was uns die Union im Bund einbrockt". Aber die Möglichkeiten vor Ort nutze man dafür um so entschlossener: "Für die Menschen im Landkreis, für die Familien, für Fairness in der Bildung, gegen Büchergeld und Studiengebühren, gegen die Arroganz der CSU und nicht zuletzt kompromisslos gegen rechts!"
Die gesamten Wahlergebnisse
Vorsitzende: Carolin Braun (Dietfurt), Stellvertreter: Barbara Schierl (Berching), Dirk Lippmann (Pyrbaum) und Lothar Braun (Neumarkt), Kassier: Robert Zeller (Berching). IT- und Bildungsbeauftragter: André Radszun (Seubersdorf), Orgaleiter: Gerd Lindl (Dietfurt), AfA-Beauftragter: Michael Meyer (Pilsach), Juso-Vertreterin: Claudia Weßling (Neumarkt), Pressebeauftragter: Ludwig Hahn (Seubersdorf). Beisitzer: Dieter Girullis(Hohenfels), Helmut Gatzhammer (Lupburg), Klaus Franz (Freystadt), Josef Schleirf( Seubersdorf), Heinrich Weßling und Lothar Heßlinger, (Neumarkt), Anton Preißl (Lauterhofen), Josef Schmausser (Parsberg), Franz Rödl (Darshofen), Corinna Urbanski (Sengenthal), Andreas Gabler und Lydia Losehand (Breitenbrunn), Andrea Heiselbetz (Mühlhausen), Josef Mayer (Berching), Margot Bengl( Berg). Revisoren wurden Robert Wolrab und Franz Holzner.
03.03.07
"Brunnenvergifter im Stadtrat"
NEUMARKT. Thema Hallerbrunnen: Die SPD schießt heftig gegen Landrat Löhner und "Brunnenvergifter im eigenen Stadtrat".
Man sei "bestürzt über die Darstellungsform zum Thema Wasserentnahme aus dem Hallerbrunnen", heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion am Mittwoch.
neumarktonline hatte am Montag über die
Erteilung des Bescheids und am Dienstag über die
Kritik des Oberbürgermeisters berichtet.
Jene, die heute mit dem Finger auf OB Thomas Thumann zeigten, hätten die Sache "in Eigenregie verbockt" und wollten ihre Schuld nun auf andere abschieben, schreibt Fraktionsvorsitzender Lothar Braun.
Stadtwerke-Direktor Manfred Tylla und Oberbürgermeister Thomas Thumann hätten sich redlich um eine vernünftige Lösung bemüht. "Die Brunnenvergifter" macht die SPD "im eigenen Stadtrat" aus. "Heute krakeelen sie, man müsse schnell den Hallerbrunnen mit seiner Schüttungskapazität für die Stadt gewinnen, damals saß man konspirativ mit den Verhinderern an einen Tisch und hat das Flämmchen der Verhinderung erst richtig auflodern lassen", schreibt Braun. In dieser Phase hätten sich die Stadtwerke immer bemüht, die enge Wasserentnahmesituation vorrangig aus dem Miss-Brunnen in den Griff zu bekommen.
Das Landratsamt wolle nun vorschreiben, was "wir als Stadt" gegenüber der Marktgemeinde Lauterhofen zu tun hätten, heißt es in der SPD-Pressemitteilung weiter. Lothar Braun riet Landrat Löhner, sich diese "Bevormundungen zu sparen": "Die abgekarteten Geschichten zwischen CSU-Stadtratsfraktion und den schwarzen Gemeindegesellen sind für die Fortentwicklung unserer Stadt sehr kontraproduktiv".
Im Gegenzug "scheint man zu versprechen, über die Stadt den Gemeinden den Anschluss Frickenhofen zum Nulltarif zu finanzieren". Das "neue ökologische Gesicht der Mehrheitspartei" habe durch "falsche Darstellungen und Beschuldigungen" bereits jetzt "erste sichtbare Falten" bekommen.
Die SPD-Stadtratsfraktion werde sich uneingeschränkt hinter das Projekt Hallerbrunnen stellen, es bedeute für Neumarkt Weitsicht und Zukunft, heißt es abschließend.
28.02.07