SPD Neumarkt
"Bessere Ideen und Konzepte"

Die SPD-Kandidaten Dirk Lippmann, Carolin Braun, in der Mitte Franz Schindler; Jutta Spengler und Helmut Himmler
NEUMARKT. Die Stimmkreiskonferenz der SPD Neumarkt hat ihre Direktkandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl gewählt.
Wie bereits am Freitagabend
kurz gemeldet wurde SPD-Kreisvorsitzende Carolin Braun wurde mit 32 von 32 Stimmen von den Delegierten gekürt, um die SPD bei der Landtagswahl zu repräsentieren. Bürgermeister Helmut Himmler bewarb sich um das Direktmandat für den Bezirkstag und erhielt 30 Jastimmen bei zwei Enthaltungen.
Die Vorschläge für die Wahlkreiskonferenzen für den Landtag sind Dirk Lippmann, Pyrbaum, und für den Bezirkstag Kreisrätin Jutta Spengler, Parsberg.
Die 46 jährige Dietfurterin Carolin Braun sah es als erklärtes Ziel der SPD an, einen offenen, ehrlichen und sauberen Wahlkampf zu führen. "Angriffe auf Mitbewerber wird es nicht geben", sagte sie. Die SPD habe die besseren "Ideen und Konzepte zu den Themen in der Landespolitik." Diese werden in einem engagierten Wahlkampf publik gemacht werden.
Am Beispiel Bildungspolitik erläuterte sie, dass nach "jahrelangen Hauruck-Aktionen" in der Schulpolitik offensichtlich niemand mehr wisse, "was Sache ist" - leider zeigen die täglichen Meldungen über Änderungen am G8, dass das auch auf das Kultusministerium zutreffe.
Stattdessen verfüge die SPD seit Jahrzehnten über ein bildungspolitisches Konzept, das nun häppchenweise auch endlich von der Staatsregierung umgesetzt werde. Dazu gehören Ganztagesschulen, und längere gemeinsame Schulzeiten, sowie vor allem mehr Investitionen in die Bildung und kleinere Klassen.
Im Gegensatz zur CSU, die nun - fünf Monate vor der Wahl - ebenfalls damit glänzen wolle, sei der SPD aber an Chancengleichheit von "Anfang an" gelegen. Deshalb müsste gerade in den Grund- und Volksschulen ebenfalls gelten: "Keine Klasse über 25".
Der Bürgermeister von Berg, Helmut Himmler stellte in seiner Rede klar, dass die SPD "antrete, um zu siegen". Er erläuterte die Möglichkeiten, die von der Metropolregion Nürnberg ausgehen, und betonte die Notwendigkeit, diese auch noch stärker zu nutzen, in der Zukunft.
Es habe in der Vergangenheit auch in einem gut aufgestellten Landkreis wie Neumarkt, Versäumnisse gegeben. Vor allem im tertiären Bildungssektor sei das Fehlen einer Fachhochschule ein strukturpolitischer Nachteil.
Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler drückte in seiner Rede die Hoffnung aus, dass er bald "Verstärkung" aus Neumarkt in München bekommen werde.
06.04.08
Braun und Himmler treten an
NEUMARKT. Die SPD schickt als Direktkandidaten Carolin Braun für den Landtag und Helmut Himmler für den Bezirkstag ins Rennen.
Die Kreisvorsitzende und der Berger Bürgermeister wurden am Freitagabend jeweils einstimmig gewählt. Ihre Wahl als Direktkandidaten war erwartet worden (
wir berichteten).
Bezirksvorsitzender MdL Franz Schindler hatte am Freitagabend die Versammlung im Schützenheim 1433 eröffnet. Die beiden einstimmig gewählten Kanddidaten versicherte, einen ehrlichen und fairen Wahlkampf zu führen. Die "einst schier zementierten Machtverhältnisse" seien längst nicht mehr so wie in früheren Zeiten, hieß es.
04.04.08
"Mehr als legitim!"
Zum Bericht "Nicht über Nacht" , neumarktonline vom 3.4.2008
Liebe Kollegen von den Freien Wählern:
Der Landkreis ist verpflichtet, als Sachaufwandsträger der Schulen, dafür zu sorgen, dass die Energieversorgung dort gewährleistet ist.
Im Klartext: Ab Winter 2008 sollen unsere Schüler nicht frieren müssen!
Es handelt sich beim Beschluss des Kreisausschusses um den Auftrag an ein Energiebüro, die beste Lösung für die Gebäude der beiden Neumarkter Gymnasien und des benachbarten Klinikums sowie des Landratsamts zu suchen.
Auch dazu ist der Landkreis im Sinne einer wirtschaftlichen Haushaltsführung verpflichtet.
Die Vertreter der Stadt Neumarkt sowie der Freien Wähler im Kreistag wussten seit Jahren von den Plänen zur Sanierung und Notwendigkeiten solcher energetischer Planungen.
Von "über Nacht" kann nicht die Rede sein.
Die SPD Fraktion hat deshalb den Antrag gestellt, so ein Gutachten in Auftrag zu geben und damit auch im Sinne einer Vorbildfunktion dafür zu sorgen, dass die bestmögliche Lösung gefunden wird.
Dies wurde nötig, nachdem ein avisiertes Heizkraftwerk der Stadt Neumarkt zumindest mittelfristig nicht zu erwarten ist.
Niemand stellt die Gründe für die Einstellung der ursprünglichen Neumarkter Planungen in Frage.
Denn gerade weil allgemein bekannt ist, dass die Länge der Wärmeleitungen ein "Totschlag"kriterium bei der Wirtschaftlichkeit und auch Nachhaltigkeit darstellt - ist das Ansinnen des Landkreises, eigene Möglichkeiten zu prüfen - mehr als legitim!
Es ist Pflicht!
Durch die zentrierte Lage der Landkreisgebäude ist hier eine sehr gute Ausgangslage mit kurzen Wegen gegeben.
Es geht hier NICHT um die Interessen der Stadt Neumarkt - auch nicht gegen die Interessen der Stadt Neumarkt.
Es geht hier um die nötige Versorgung der Gymnasien und eine langfristig nachhaltige Energielösung für die Kreisgebäude.
Carolin Braun, Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion04.04.08