Grüne

Annäherungen erzielt

NEUMARKT. Das Neumarkter Bauamt ist gar nicht so "solarfeindlich", staunen die Grünen nach einem Gespräch mit dem Stadtbaumeister.

Bei einem Gespräch zwischen den Vertretern der Neumarkter Grünen, Stadträtin Sieglinde Harres und Ortsvorsitzendem Horst Wild, und Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee gab es in Fragen der Nutzung der Solarenergie "einige Annäherungen", heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.

Zwar blieb Müller-Tribbensee bei seinem grundsätzlichen "Nein" zur Installation von Photovoltaikanlagen im Bereich der Altstadt, habe aber grundsätzlich nichts gegen die Anbringung von Sonnenkollektoren in diesem Bereich, soweit dies mit dem Gesamtbild der Altstadt zu vereinbaren ist. Für diese Position hätten die Grünen Verständnis, hieß es.

Außerhalb der Altstadt sollten Photovoltaikanlagen grundsätzlich installiert werden dürfen, soweit das Konzept insgesamt schlüssig sei. Entsprechende Anträge würden "wohlwollend geprüft". Eine Begrenzung der Nutzung von Sonnenenergie auf ein Drittel der Dachfläche bei neuen Bebauungsplänen solle generell von Fall zu Fall geprüft werden, aber keinesfalls der Regelfall sein.

Auch in Bezug auf die Ausrichtung von Neubauten für eine Nutzung der Solarenergie will der Stadtbaumeister ein "besonderes Augenmerk auf die entsprechenden Anforderungen" legen, die gesamte Konzeption aber "keinesfalls diesem einen Aspekt unterordnen". Vielmehr müssten hier eben auch andere städtebauliche Grundsätze berücksichtigt werden. Hier hätten die Grünen allerdings vor allem aus Gründen der Nachhaltigkeit gerne eine Verschiebung der Prioritäten, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen.

Die Vertreter der Grünen zeigten sich mit dem Gespräch insgesamt sehr zufrieden. Wer also in Sonnenenergie investieren möchte, sollte sich vom während der jüngsten öffentlichen Diskussion entstandenen Eindruck einer "solarfeindlichen Neumarkter Bauverwaltung nicht täuschen lassen". hieß es. Nach Meinung der Grünen stehe Müller-Tribbensee dieser Technik durchaus aufgeschlossen gegenüber."
16.03.07

"Lohngleichheit durchsetzen"

NEUMARKT. Zum diesjährigen Internationalen Frauentag am 8. März wollen die Grünen des Kreisverbandes Neumarkt mit einer Aktion und einem Informationsstand am Samstag in Berching zwischen 9 und 13 Uhr auf die "immer noch bestehende Lohndiskriminierung von Frauen und ihre geringere Kaufkraft" aufmerksam machen.

Kreissprecherin Gabriele Bayer erklärte, Frauen in Deutschland würden im Durchschnitt für eine "absolut gleichwertige Arbeit" immer noch 26 Prozent weniger Einkommen als Männer erhalten. Die Grünen fordern einen effektiven Schutz vor Lohndiskriminierung und aktive Maßnahmen zur Gleichstellung von Männern und Frauen – auch in der Arbeitswelt. Bereits bei Gründung der EU vor genau 50 Jahren sei in den Römischen Verträgen das Ziel der Lohngleichheit festgeschrieben, aber in keinem Land Europas bislang verwirklicht worden – und Deutschland liege europaweit auf dem letzten Platz. "Im Landkreis Neumarkt sieht es keinen Deut besser aus", erklärte Bayer.
06.03.07

Zwei Haltestellen

NEUMARKT. Die S-Bahn zwischen Neumarkt und Nürnberg soll nach dem Willen der Grünen im Landkreis sowohl in Woffenbach wie auch in Pölling halten. Die Umsetzung solle so schnell wie möglich erfolgen, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Die S-Bahn muss nahe an den Menschen heran", erklärte der Neumarkter Grünen-Vorsitzende Horst Wild. Eine Haltestelle in der Mitte zwischen den beiden Orten sei "völliger Quatsch", so der Kreiskassier der Partei, Stefan Schmidt. Der Großteil der Leute habe nicht ständig ein Auto zur Verfügung. Um deren Unabhängigkeit zu fördern, seien regionale Halte umso wichtiger. Zudem verliere eine weit entfernte Haltestelle an Attraktivität.

Um den Lärm für Anwohner gering zu halten, müssten geeignete Maßnahmen gefunden werden, sagte die Kreisvorsitzende Gabi Bayer, die in Postbauer in direkter Nähe der Bahngleise wohnt. Es gebe mittlerweile viele Möglichkeiten, um die Menschen vor Lärm zu schützen. "Wo genau ein solcher Schutz nötig ist, muss sich zeigen, wenn wir Genaueres über die geplante S-Bahn-Technik wissen und die Frequenz der Linien klar ist", so die Vorsitzende.
17.02.07

Gegen Gaspreis-Senkung

NEUMARKT. Die Neumarkter Grünen distanzieren sich "deutlich" von der FLitZ-Forderung, die Gaspreise zu senken.

Bei ihrem Mitgliedertreffen steckten die Grünen die Zielrichtung für 2007 abgesteckt. Vor allen Dingen im Bereich Energie solle einiges erreicht werden, hieß es.

Gerade im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in Russland müsse verstärkt Augenmerk auf die Energieversorgung gerichtet werden. "Wo der CSU nur der Ladenhüter Kernenergie einfällt", würden die Grünen weiterhin auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien sowie der Einsparung von Energie setzen.

So soll auf die Einführung neuer, verbrauchsorientierter Tarife der Stadtwerke bei Strom, Gas und Wasser hingewirkt werden, um Anreize für den sparsamen Umgang mit den Resourcen zu schaffen. Hohe Grundgebühren mit niedrigen Verbrauchspreisen würden das Gegenteil bewirken: Sparsamkeit werde da oft noch bestraft. Sparsame Bürger sollten bei der Rechnung aber entlastet, Verschwender dagegen stärker zur Kasse gebeten werden.

Von der Flitz-Forderung, die Gaspreise zu senken, distanzieren sich die Grünen "deutlich". Dies wäre ein falsches Signal für den Umgang mit Energie. Außerdem stehe Neumarkt beim Gaspreis nicht schlecht da.

Für den weiteren Ausbau der Solarenergie werden sich die Grünen auch weiterhin stark machen. Dem "Ansinnen des Stadtbaumeisters", Solarenergie zu beschränken und auch bei Bebauungsplänen keine Rücksicht auf die Möglichkeiten der Gewinnung von Sonnenenergie zu nehmen, wurde eine klare Absage erteilt. Angesicht der gegenwärtigen Situation am Energiesektor ist dies unzeitgemäß und in keiner Weise zukunftsweisend.
16.01.07


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