Christlich Soziale Union

"Verweigerung" angeprangert

NEUMARKT. Kein Verständnis zeigt die CSU-Stadtratsfraktion für den "Abbruch der Gespräche" in Sachen Ganzjahresbad durch die Stadt Neumarkt.

Das Thema sei viel zu wichtig, um es auf die lange Bank zu schieben, heißt es in einer Pressemitteilung (Lesen Sie dazu auch "Beiderseitige Bereitschaft"). Schnellstens, so CSU-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst, sollte die Stadt den Dialog mit dem Landkreis suchen.

Nachdem die Stadt die Gespräche abgebrochen habe, werde die CSU die Initiative ergreifen, hieß es. Landrat Albert Löhner sei daher am 21.März zur CSU-Stadtratsfraktion eingeladen, um gemeinsam den Themenkomplex zu erörtern. Sein Kommen habe der Landrat bereits zugesagt.

"Es ist der Wunsch vieler Neumarkter Bürger, Freibad und Hallenbad zu einem attraktiven und zeitgemäßen Ganzjahresbad zusammenzuführen", so Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst. Dabei seien notwendige Modernisierungen und eine Erweiterung des Hallenbadbaus sicher unabdingbar. Da sich das Hallenbad in der Trägerschaft des Landkreises befindet, sei es dringend geboten, das weitere Vorgehen mit dem Landrat und der Verwaltungsspitze zu erörtern.

Die Konzeption "Zauberberg" habe sich durch die Entwicklungen im Umkreis wie dem Bau von Bädern in Ingolstadt, Hersbruck oder der Erweiterung in Stein überholt. Es sei daher seit Jahren eine immer wieder von der CSU erhobene Forderung, am bestehenden Standort Mühlstraße die Bäder zu einem Ganzjahresangebot weiter zu entwickeln, das auch von Schulen und Vereinen genutzt werden kann. In diesem Zug müsse auch die Parkplatzsituation überarbeitet werden.

Die CSU habe zur Zusammenführung der Bäder bereits entsprechende Denkanstöße geliefert, erinnerte CSU-Vorsitzender Helmut Jawurek. So habe Dr. Peter Donauer als Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Stadtosten gemeinsam mit Stadt- und Kreisrat Helmut Lahner bereits Modelle und Pläne für ein Ganzjahresbad der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf diesen Überlegungen gelte es zügig aufzubauen anstatt einen Dialog mit dem Landkreis zu verweigern.
02.03.07

Lob an die Stadt


Großes Interesse in der Statratssitzung: für die meisten Zuhörer gab es nur mehr Stehplätze.

NEUMARKT. Bei der Woffenbacher CSU freut man sich, daß die Forderungen zur Sanierung der Schloßstraße in vollem Umfang umgesetzt werden.

"Die Stadtverwaltung hat hier schnell und unkonventionell reagiert", erklärte der Woffenbacher CSU-Ortsvorsitzende Maximilian Federhofer mit Blick auf die Stadtratssitzung vom Donnerstagabend (wir berichteten). Wie groß das Interesse an der Sanierung sei, habe der enorme Andrang bei der Sitzung gezeigt.

Sowohl die Kanalerweiterung wie auch die Verbesserung der Parkplatzsituation seinen wichtige Bausteine. "Auch bei der Sanierung des Dorfplatzes werden wir mit Hilfe der Bürger, einen ansehnlichen und grünen Mittelpunkt im Ortsteil Woffenbach schaffen", erklärte Federhofer in einer Pressemitteilung.

Sehr positiv sei außerdem zu bewerten, dass die Bürger nun "auf Drängen des Ortsverbandes" mit einem Infoschreiben der Stadt unterrichtet werden. Der in der Sitzung am Donnerstag laut gewordenen Forderung, ob die Schloßstrasse tatsächlich als Hauptverkehrsstraße einzustufen sei, müsse dringend nachgekommen werden. "Die Straße dient vielen Verkehrsteilnehmern als Durchgangsstrecke. Eine übermäßige Belastung der Anwohner ist daher schlichtweg unsozial", erklärte der 23jährige CSU-Vorsitzende.

Bei der geplanten Bürgerversammlung müsse aber nicht nur das Thema Schloßstrasse, sondern auch der S-Bahn Anschluss behandelt werden. "Wir sind klar gegen die Forderung einer Art Mittelstation zwischen Pölling und Woffenbach", erklärte Federhofer. Das Argument von Hans-Jürgen Madeisky, ein gemeinsamer Halt würde beide Ortsteile optimal anbinden, sei falsch gedacht. Eine Station in der Mitte nütze weder Pölling noch Woffenbach.

"Wir unterstützen allerdings die Forderung, eine S-Bahn nur zu bauen, wenn auch alle Woffenbacher eine solche wollen", stellte der CSU-Ortsvorsitzende klar. Der Bahnhof Pölling müsse aber in jedem Fall erhalten bleiben. Ob wirklich eine Haltestelle Woffenbach nötig ist, sei gesondert zu prüfen. "Einen Geisterbahnhof will niemand haben. Wir freuen uns, wenn die Infrastruktur verbessert wird. Dies darf aber nicht auf Kosten der Bürger geschehen", appellierte Maximilian Federhofer.
02.03.07

Donauer wiedergewählt


Bei der CSU-Stadtosten wurde gewählt: Robert Rieger; Helmut Lahner; Ferdinand Ernst, Erich Bärtl,
Fritz Nidermayer, Xaver Lang, Dr. Peter Donauer, Winfried Schiebel, Karl-Heinz Thumann, Helmut Jawurek (von links)

NEUMARKT. Vorsitzender Dr. Peter Donauer, seine Stellvertreter Ferdinand Ernst, Robert Rieger und Birgit Frodl sowie Schriftführer Michael Gruber und Kassier Xaver Lang wurden bei den Neuwahlen im CSU-Ortsverband Stadtosten in ihren Ämtern bestätigt.

Donauer bedauerte sehr, dass der Oberbürgermeister die Gespräche mit dem Landrat zum gemeinsamen Betrieb von Hallen- und Freibad abgesagt hat.

Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek ließ in seinem Grußwort die letzten zwei Jahre in der Stadtpolitik Revue passieren. Er zeigte sich erfreut, dass die CSU sowohl als Partei als auch als Stadtratsfraktion, die Niederlage bei der OB-Wahl gut "weggesteckt" habe. Zuversichtlich ist Jawurek insbesondere im Hinblick auf eine baldige Realisierung des Einkaufszentrums am unteren Tor. In Bezug auf die Realisierung der Stadthalle müsse man im Stadtrat immer wieder darauf drängen, dass ein "stringenter Zeitplan" eingehalten werde.

Bürgermeister Erich Bärtl berichtete, dass er erheblich mehr Vertretungstermine für den Oberbürgermeister übernehmen müsse, als zu Zeiten von Alois Karl. Das Gute daran sei, dass die Bürger damit erkennen, "wie sich CSU-Politiker in den Dienst der Allgemeinheit stellen". Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst dankte Peter Donauer für die engagierte Arbeit als Ortsvorsitzender in den vergangen zwei Jahren.

In seinem Rechenschaftsbericht über die vergangene zweijährige Wahlperiode erinnerte Donauer daran, dass Ferdinand Ernst zum Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde und die Stadtdelegierten ihm zu seinem Amt als Ortsvorsitzenden auch das Vertrauen als stellvertretendem Stadtverbandsvorsitzenden geschenkt haben; neben Bürgermeister Erich Bärtl und dem stellvertretendem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Helmut Lahner könne man nun auch in diesen Funktionen die Politik mitgestalten. Erfreulich sei, dass es durch die Stadtverbandsneuwahlen und mit der Neubesetzung des Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat zu einer erheblichen Verjüngung an der Partei- und Fraktionsspitze gekommen sei.

Im Veranstaltungsrückbild konnte Donauer auf die tatkräftige Unterstützung bei der Bundestags- und Oberbürgermeisterwahl 2005 hinweisen und auf eine Veranstaltung zum Energiesparpotential beim Hausbau.

Einen besonderen Stellenwert widmete der alte und neue Vorsitzende dem Engagement für eine gemeinsame Nutzung von Freibad und Hallenbad. Bereits im Juni 2005 habe er ein Modell für eine bauliche Zusammenfügung von Frei- und Hallenbad der Öffentlichkeit vorgestellt und mit Kreisvorsitzendem Albert Füracker die grundsätzliche Möglichkeit einer Zusammenarbeit ausgelotet.

Donauer wollte diese Idee ausdrücklich nicht für sich reklamieren; die Bewohner des Ortsteiles würden die Nachteile der aktuellen getrennten Nutzung genau kennen. Wenn das Wetter schlecht ist, würde man sich eine Nutzungsmöglichkeit des Hallenbades wünschen und wenn es in der Wintersaison sehr schön ist, möchte man halt auch ins Freie können.

Donauer zeigte sich davon überzeugt, dass eine gemeinsame Nutzung der beiden Bäder über das ganze Jahr mehr Besucher und vor allem kontinuierlichere Besucherzahlen bringen würde. Ein Freibad habe sehr hohe Besucherzahlen an verhältnismäßig wenigen sehr schönen Tagen. Fachpersonal, Heizung und Wasseraufbereitung müssten jedoch mindestens die ganze Saison vorgehalten werden. Eine Verbesserung beim ganzjährigen Angebot wäre für Donauer daher das Mittel der Wahl, um bei den Bädern zu einer höheren Kostendeckung zu kommen. Eine Erhöhung der Eintrittspreise sei demgegenüber allenfalls die zweitbeste Lösung.

Das Modell zur gemeinsamen Nutzung wurde im September 2005 durch Skizzen zu einer Überdachung des Erlebnisbeckens, die bei guten Wetter zu öffnen sein soll, ergänzt. Völlig unverständlich ist für Donauer, warum der OB Anfang Februar Gespräche mit dem Landkreis abgesagt hat, nach dem er das Thema "gemeinsame Nutzung von Hallenbad und Freibad" Anfang 2007 - "eineinhalb Jahre nach dem CSU-Ortsverband Stadtosten - für sich entdeckt" habe.

Bei den Wahlen wurde Vorsitzender Dr. Peter Donauer, seine Stellvertreter Ferdinand Ernst, Robert Rieger und Birgit Frodl sowie Schriftführer Michael Gruber und Kassier Xaver Lang in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer wurden Erich Bärtl, Helmut Lahner, Winfried Schiebl, Karlheinz Thumann und Andrea Kippes gewählt.

Kreisdelegierte sind: Birgit Frodl, Robert Rieger, Xaver Lang, Helmut Lahner, Dr. Peter Donauer und Erich Bärtl.

Stadtdelegierte sind: Dr. Peter Donauer, Ferdinand Ernst, Robert Rieger, Birgit Frodl, Michael Gruber, Xaver Lang, Erich Bärtl, Helmut Lahner, Karl-Heinz Thumann; Gisela Renker, Robert Renker, Hildegard Weiß, Jürgen Mösl, Roland Schlittenbauer, Stilla Schlittenbauer, Andrea Kippes, Franz Wiedmann und Fritz Nidermayer.
02.03.07


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