SPD Neumarkt

"Nur Schaumschlägereien"

NEUMARKT. Als "Utopien oder Schaumschlägereien" vor der Wahl bezeichnet die SPD-Stadtratsfraktion die Pläne für ein Ganzjahresbad.

Es brauche wesentlich mehr als die obligatorischen Willensbekundungen, in Neumarkt ein Ganzjahresbad zu bauen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die SPD-Stadtratsfraktion ist der Meinung, "dass es wichtigeres gäbe, als immer wieder neue Offerten aufzulegen, die offensichtlich auch nicht ehrlich gemeint sind".

Schon vor sechs Jahren habe man im Wahlkampf dieses Thema stark überstrapaziert, bevor es nach der Wahl wieder in der Schublade verschwunden sei. Grundsätzlich, so die SPD-Stadtratsfraktion, sei ein derartiges Projekt nur im Einklang mit dem Landkreis zu realisieren. Der Landrat werde aber wenig Interesse haben, "die Stadt Neumarkt zu subventionieren".

Die SPD-Stadtratsfraktion stehe zum Freibad an der Seelstrasse. Investitionen im Bereich Modernisierungsarbeiten, die in der letzten Vergangenheit getätigt wurden, könnten doch nicht "zum Fenster hinausgeschmissen sein", hieß es. "Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass finanzielle Mittel bei Ausbauarbeiten und Technischen Instandsetzungen bereit stehen".

Das Neumarkter Bad sei nicht nur einen Publikumsmagent für die Bürger, es habe auch längst überregional viel Zuspruch bekommen. Einzig und allein die Parkplatzsituation sei bis dato nicht gelöst worden. Möglichkeiten, hier aktiv zu werden, gäbe es reichlich: Nach dem städtischen Erwerb des Grundstückes Watte Richter sei ein Parkdeck oder ein Parkhausbau nicht auszuschließen. Oder es ei - "wie schon lange von der SPD-Stadtratsfraktion gefordert" - mit dem Bau einer Tiefgarage im Bereich des Realschulsportplatzes eine Verbesserung möglich.

Seit mehr als 15 Jahren werde der Neumarkter Bürger mit dem Thema Ganzjahresbad "pünktlich zur Wahl begeistert", heißt es von der SPD weiter. Noch keiner habe gesagt, was eine Eintrittskarte pro Person kosten würde - dann wäre nämlich "schnell jegliche Euphorie erloschen".

Eine "Herzensangelegenheit" sei der SPD die Verbesserung des Neumarkter Hallenbades. Hier müßten sich Stadt und Landkreis "endlich die Hände reichen". Dabei gelte es in erster Linie die Gestaltung beim Schwimmsport zu verbessern. Auch habe es Sinn, wenn man über die Belegzeiten für die Öffentlichkeit nachdenke.

22.01.08

"Kreisumlage senken"

NEUMARKT. Die Senkung der Bezirksumlage muß über die Kreisumlage an die Gemeinden weitergegeben werden, fordert die SPD.

Der SPD-Kreisverband hat sich auf seiner letzten Sitzung mit den Finanzen des Landkreises und der kreisangehörigen Gemeinden beschäftigt. Kreisrat Josef Mayer erklärte den Kollegen und den Kandidaten für den Kreistag in einem Referat die Grundlagen der Finanzpolitik. Es war ihm wichtig, zu verdeutlichen, dass der Landkreis faktisch über fast keine "eigene Einnahmen" verfügt, und zur Erfüllung seiner Aufgaben auf Zuflüsse der Gemeinden und des Staates angewiesen ist.

In den letzten Jahren waren dies vor allem Neubauten und Renovierungen an den weiterführenden Schulen und im Klinikbereich. Darüber hinaus müssten die Landkreise auch noch die Bezirke mit Geld versorgen.

Mayer stellte klar, dass die Gemeinden entlastet werden müssten, um selber handlungsfähig zu sein. Er plädierte für eine Senkung der Kreisumlage im laufenden Jahr. Fraktionssprecherin Carolin Braun fügte an, dass durch Aufgabenverlagerungen die Bezirke entlastet worden wären und eine erhebliche Senkung der Bezirksumlage dies auch leicht möglich mache.

Landratskandidat André Radszun sagte, dass erfreulicherweise die Arbeitslosenquote im Landkreis niedrig sei, und deshalb auch Grund zur Hoffnung bestehe, dass sich die Sozialausgaben nicht erhöhen. Deshalb waren die Genossen einhellig der Meinung, dass die Senkung der Bezirksumlage voll an die Kreiskommunen weitergegeben werden müsse.

Radszun, gleichzeitig Chef der Kreis-Jusos, erläuterte den Genossen im Anschluss noch die für Samstag, 26.Januar, geplante Aktion "Arbeitsplätzchen". Die Idee hatte die Dietfurter JusoAG auf dem Bundesparteitag gesehen und aufgegriffen: Ein Bewerbungstraining soll von den Jusos für Schulabgänger aller Schularten stattfinden.

"Jetzt kommen die Halbjahreszeugnisse - da wird es aktuell", sagte Radszun. Zwar gäbe es an einigen Schulen bereits gezieltes Bewerbertraining, dennoch könne zusätzliche Unterstützung für viele noch Hilfestellung bieten. Man wolle konkrete Tipps dazu geben, worauf Personalchefs Wert legen. Dazu hat konnte Radszun eine Referentin aus der Personalabteilung einer großen Neumarkter Firma gewinnen können. Dirk Lippmann, selber Lehrer an einer Hauptschule, schaut sich auch gerne die bereits vorhandenen Lebensläufe und Bewerbungsunterlagen der Teilnehmer an. André Radszun betonte, dass dies eine Aktion sei, die in Zukunft von den Jusos sicher wiederholt werde, "und bestimmt hilfreicher sei als die derzeitige Diskussion um verschärftes Jugendstrafrecht".

Kreisrat Erwin Jung sprach ein anderes Thema an, das an den Parsberger Schulen zu Tage getreten sei: Dort seien die Putzleistungen erheblich reduziert worden, was sich zum Nachteil der Beschäftigten ausgewirktt habe. Teilweise stünden den Frauen an kreiseigenen Schulen nur acht Minuten zur Reinigung eines ganzen Klassenraumes zur Verfügung. "De facto eine Lohnkürzung" befürchtet Erwin Jung.

Carolin Braun will mit der SPD Kreistagsfraktion das Thema aufgreifen und zeitnah einen Antrag stellen, der dem SPD Wahlprogramm entspricht, und den Landkreis auffordern, im Rahmen der kreiseigenen ServiceGmbH am Klinikum Reinigungsleistungen anzubieten für alle Schulen. "Dann können wir für gute Arbeitsbedingungen sorgen", sagte Braun.

19.01.08

Richtig bewerben

NEUMARKT. Am Samstag, 26. Januar veranstaltet der Juso-Kreisverband ab 13 Uhr im SPD-Bürgerbüro in der Ringstraße 5 (Parkhaus) in Neumarkt einen Bewerbungsworkshop.

Anke Schroeter-Vieracker (Dehn und Söhne, Personalverwaltung) und Lehrer Dirk Lippmann geben Antwort auf die Fragen: Wie meistere ich den ersten Schritt auf dem Weg zu meinem Ausbildungsplatz? Wie sollte eine Bewerbung aussehen? Wie sollte ich mich während eines Bewerbungsgesprächs verhalten?

Es können auch bewerbungsrelevante Zeugnisse mitgebracht werden; für Fragen und Diskussionen der Teilnehmer ist genügend Zeit eingeplant.

Der Workshop richtet sich an Schüler sämtlicher Schularten. Die Teilnahme ist kostenfrei.

16.01.08


Anfang ... 234 - 235 - [236] - 237 - 238 ... Ende

Telefon Redaktion

Merz

Burgis

Abfallwirtschaft


Telefon Redaktion

Merz

Burgis

Abfallwirtschaft


ISSN 1614-2853
20. Jahrgang
Zur Titelseite Neumarkter Zeitung
ISSN 1614-2853
20. Jahrgang
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang