Grüne

"Noch notwendig ?"

NEUMARKT. "Überhaupt noch notwendig ?" Die Pläne für eine Seubersdorfer Umgehung müssten kritisch überprüft werden, hieß es von den Grünen.

Nachdem das Verwaltungsgericht die Planfeststellung der Ortsumgehung Seubersdorf aufgehoben hat, müßten jetzt erst einmal die veralteten Planungsunterlagen überarbeitet und die gravierenden Formfehler des ersten Anlaufs korrgigiert werden, hieß es vom Bezirksvorsitzenden der Grünen, Stefan Schmidt. „Es braucht zu allererst eine neue und ordentliche Bedarfsanalyse“.


Wegen der parallel verlaufenden Autobahn liege der Bedarf für eine Fernstraße nicht mehr vor, weshalb auch der Ausbau der bundesstraße überprüft werden müsse. Nach der Gerichtsentscheidung dürfe es jetzt nicht sein, "dass die CSU-Staatsregierung in einem Hauruckverfahren die Bauplanung mit den veralteten Zahlen und Planungsunterlagen jetzt sofort starten will".

"Der Freistaat ist nicht die Resterampe unzureichender Planungsunterlagen“, kritisiert der Grüne Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol. Die zahlreichen Einwendungen der Bürger und die Klage des Bund Naturschutzes (wir berichteten vielfach) müssten inhaltlich ernst genommen und berücksichtigt werden.

Jürgen Mistol kündigt eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung an, um zu prüfen, ob diese Ortsumgehung unter den aktuellen Sachstand überhaupt noch notwendig ist. „Das ist aus meiner Sicht mehr als fraglich“, so Mistol.

Angesichts der begrenzten Haushaltssituation im Freistaat sei eine klare Priorisierung im Straßenbau notwendig, „die sich an den Bedürfnissen orientieren muss und nicht am Wohnort oder den voreiligen Versprechen einiger CSU-Politiker“, so Stefan Schmidt.
02.03.16

Bio-Betriebe besucht


Die agrarpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Gisela Sengl (2.v.r.), besuchte den Landkreis Neumarkt

NEUMARKT. MdL Gisela Sengl, die agrarpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion besuchte im Rahmen einer Informationstour mehrere Betriebe im Landkreis Neumarkt.

Besichtigt wurden eine Metzgerei und ein Gasthof in Neumarkt, wobei beide Besitzer beklagten, dass es im Landkreis nicht mehr Biofleisch zu kaufen gebe. Die Nachfrage sei deutlich höher als das Angebot an biologisch erzeugten Lebensmitteln.


Bei einem Bio-Hühner-Hof bei Mühlhausen konnten dann vitale und gesunde Hühner in einem geräumigen Stall mit Voilere und großem Auslaufgehege besichtigt werden.

Ein echtes Mangelprodukt im Landkreis scheint die Bio-Geflügel-Fleisch-Erzeugung zu sein, hieß es zum Schluß des Besuchs. Da wäre noch gut Luft nach oben, so Sengl.

Die Abgeordnete erkundigte sich bei der Kreisvorsitzenden und Bezirksrätin Gabriele Bayer nach dem Stand der Öko-Modell-Region. Das Thema werde man beim nächsten Besuch vertiefen, so Kreisrat Dr. Roland Schlusche, der den Bio-Hühner-Hof mit besuchte.
23.01.16

Grüner Bürgerabend

NEUMARKT. Am Mittwoch bieten die grünen Markträtinnen Roswitha Fieber und Gabriele Bayer wieder einen Bürgerabend in Postbauer-Heng an.

Das Treffen findet um 20 Uhr in der Sportgaststätte "Am Aicha" statt; bei schönem Wetter im Biergarten.


Die Grünen Markträtinnen wollen mit den Bürgern über die zukünftige Bau- und Siedlungsentwicklung in Postbauer-Heng diskutieren und hören was die Bürger von einer "familienfreundlichen" und "sozialen Kommune" erwarten. Das Thema "Fahrradfreundliche Kommune" soll ebenfalls Thema sein.

Die Grünen-Rätinnen wollen an dem Abend aber auch ganz allgemein die Wünsche, Anregungen und Erwartungen der Bürger aufnehmen.
15.07.15

"Mehr Farbe wagen"

NEUMARKT. „Arten-Vielfalt lohnt sich“ ist das Motto eines Spaziergangs, den die Grünen-Kreistagsfraktion im Raum Freystadt unternimmt.

Eine Vielfalt an Genen ermöglicht es, dass sich eine Art an veränderte Umweltbedingungen anpassen kann, indem die Individuen mit entsprechend "passender" genetischer Ausstattung überleben können. Auch die Vielfalt innerhalb eines Ökosystems hat eine ähnliche Wirkung. Je diverser ein Ökosystem, desto größer seine sogenannte Resilienz, also seine "Flexibilität", seine Widerstandsfähigkeit. Damit ist die Kapazität des Systems gemeint, Störeinflüsse und von außen induzierte Veränderungen so zu integrieren oder abzumildern, dass es sich zwar neu ausrichten muss, dabei aber dieselbe Struktur und Funktion (z.B. Ökosystemdienstleistungen) beibehält, so Kreisrat Erwin Ehemann. An seinem Hof in Oberndorf trifft man sich am Freitag, 3. Juli um 18 Uhr zu dem Artenvielfalt-Spaziergang.


Mit dabei ist auch Biologin Marion Lang. Sie hat den Master „Science Umweltplanung und Ingenieurökologie“, an der Technische Universität München erworben.

Kreisrat Erwin Ehemann ist ein Pionier der blühenden Randstreifen auf Getreideäckern im Landkreis Neumarkt. Am Anfang belächelt, dann nachgeahmt, hat der die blühenden Insektenweiden an den Rändern der Äcker hoffähig gemacht. Vor allem der intensiv blau blühende Ackerrittersporn ist nicht nur eine Augenweide, so Ehemann.

Im Landkreis würden die Flächen der monotonen Maisäcker immer größer. Häufig fehlten die lebenswichtigen Farbtupfer der Blühpflanzen, kritisiert Dr. Roland Schlusche, Fraktionssprecher der Grünen. Man wolle die Landwirte und Bürger sensibilisieren und ermutigen, mehr Farbe und Vielfalt zu wagen.
25.06.15


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