Christlich Soziale Union
Was passiert im Alter ?
NEUMARKT. Amtsgerichtsdirektor Dr. Baier spricht bei der CSU über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreungsverfügung.
Wie geht es weiter, wenn ich durch Krankheit oder Unfall nicht mehr für mich selbst sorgen kann? Auch wenn diese Frage meist nur die Senioren in unserer Gesellschaft beschäftigt, ist sie doch für jeden von großer Wichtigkeit.
Auf Einladung der CSU-Altenhof referiert der Leiter des Amtsgerichtes Neumarkt, Dr. Erwin Baier, zum Thema "Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreungsverfügung". Die Veranstaltung findet am 30. Januar um 19.30 Uhr im Johanneszentrum statt.
Besucher sind willkommen.
23.01.07
Stoiber war kein Thema

Das Finale auf der Bühne mit Schornsteinfeger und Konditormeister Norbert Wittl.
Fotos: Erich Zwick

Der Minister mal zwei: Michael Glos am Rednerpult und auf
Großleinwand.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos begrüßt die Geistlich-
keit - hier Stadtpfarrer Norbert Winner.

Das Ballettstudio Wechselberger sorgte für ein farbenprächtiges
Showprogramm.

In der ersten Reihe, eingekeilt zwischen CSU-Repräsentanten,
Oberbürgermeister Thomas Thumann (UPW) mit Partnerin.

"Glos mit Soß" für den Minister und seine Gattin.

Zwei, die in ihrer gemeinsamen Bonner Zeit Freundschaft ge-
schlossen haben: der damalige Bundestags- und jetzige Euro-
paabgeordnete Albert Deß und Michael Glos. Links der Haupt-
geschäftsführer der Handwerkskammer Mittelfranken, Prof. Dr.
Elmar Forster.

Trotz der 750 Besucher des Neujahrsempfangs blieb für Ober-
bürgermeister Thomas Thumann Zeit für ein kurzes tete-à-tete
mit seiner Partnerin.
Foto: Susanne Weigl
NEUMARKT. Bei der CSU in Neumarkt "ist die Welt in Ordnung": 750 Mitglieder und Freunde der Partei - so viel wie nie zuvor - kamen zum traditionellen Neujahrsempfang des Stadtverbandes in den Reitstadel, der aus allen Nähten zu bersten drohte. Die Ränkespiele um den Bayerischen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden Dr. Edmund Stoiber blieben außen vor - sie waren allenfalls ein paar Nebensätze wert.
Dafür hatten die Redner des Abends Wichtigeres zu vermitteln. Mit gesteigertem Interesse wurden die Perspektiven, die der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, MdB aufzeigte, vom Publikum verfolgt, aber auch Show und feinsinniger Humor kamen nicht zu kurz.
Zwei der Pointen gleich vorweg: In Schweinfurt - seinem Wahlkreis - hätten die Leute lieber "kurze Reden und lange Bratwürst'", brachte der Minister sein Publikum zum Schmunzeln, obwohl er schließlich nicht danach handelte. Nicht mit Bratwürsten, aber auch mit gutem Essen hatte der zweite "Kracher" zu tun, den "Bundestagsabgeordneter und Oberbürgermeister a.D." - so sein kompletter Titel im Programm - zündete: Er überreichte dem Unterfranken einen Karton "Kloß mit Soß", eigens für den Empfänger umetikettiert in "Glos mit Soß", auf dass er (figürlich) der Neumarkter Kulturreferentin Dr. Gabriele Moritz ähnlicher werden möge.
Statt der sonst üblichen musikalischen Begleitung durch eine Kapelle, gaben diesmal die Eleven des Ballettstudios Wechselberger eine optische Einstimmung auf den Jahresempfang, den Ingrid Loichinger mit Esprit und Herz moderierte. Alle, die im Festsaal und auf der Empore keinen Sitz- oder Stehplatz mehr fanden, verwies sie charmant ins Foyer, wo auf Großbildleinwand das Geschehen nach unten transferiert wurde.
Die drangvolle Enge war für Stadtverbandsvorsitzenden Helmut Jawurek das Signal dafür, wie dringend notwendig doch eine Stadthalle sei. Der kurzfristig eingeladene Oberbürgermeister Thomas Thumann - mit Partnerin in der ersten Reihe platziert - nahm "den Wink mit dem Zaunpfahl" freundlich kopfnickend zur Kenntnis.
Schon allein die Ehrengäste hätten sämtliche Logen einer Stadthalle gefüllt, allen voran die Geistlichen, die Dekane Richard Distler und Dr. Wolfgang Bub sowie Stadtpfarrer Norbert Winner. Nach den drei Stellvertretern des Landrats, Albert Füracker, Ludwig Fürst und Willibald Gailler, erhielten die Vertreter der Wirtschaft, des Handwerks und des Handels und vor allem der Kredit-Institute nur noch "En-bloc-Beifall", sonst wäre bereits die Begrüßung durch Helmut Jawurek ins schier Unendliche ausgeufert.
Trotzdem müssen noch zwei Persönlichkeiten besonders hervorgehoben werden, die sich um die CSU im Landkreis besonders verdient gemacht haben und noch machen: der frühere Landtagsabgeordnete Ludwig Rupp ("Rupp-Spez'") und der Europa-Abgeordnete Albert Deß, auch von Michael Glos als langjähriger Weggefährte im Bundestag mit Lobesworten bedacht.
Rückblickend auf 2006 stellte Helmut Jawurek dankbar fest, dass das Jahr "ein gutes" gewesen sei - sowohl für den Bürger als auch für die Unternehmer: "Wenn es den Unternehmen gut geht, dann geht es auch deren Mitarbeitern gut", brachte es der Stadtverbandsvorsitzende auf den Punkt.
Auch die Stadt könne eine überaus positive Bilanz ziehen: Es wurde nicht nur ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt, sondern per Saldo kam die Stadt mit 33 Millionen besser im Säckel weg als prognostiziert.
Die angestoßenen Projekte - Unteres Tor und Stadthalle beispielsweise - würden schrittweise vorangetrieben, denn "die Mehrheit der CSU im Stadtrat wird darauf achten, dass kein Stillstand eintritt", versprach Helmut Jawurek und an die Adresse des Oberbürgermeisters ergänzte er: "In der CSU hat er einen verlässlichen Partner."
In gewohnter Kürze, aber nicht an Deutlichkeit fehlend, brachte Landrat Albert Löhner seine "Neujahrsbotschaft" unter die Leute. Nicht ohne den Landkreis könne die Stadt mit ihrer Schuldenfreiheit brillieren; denn der Landkreis sei mit seinen wesentlichen Kreiseinrichtungen - "so 15 bis 16 an der Zahl, allen voran das Klinikum" - in der Stadt vertreten. Daher lobte er die gute Zusammenarbeit, die sich, "wenn möglich", noch verbessern ließe.
"Stoiber wird Bayern und die CSU so lange führen, wie er glaubt, die Kraft dazu zu haben", begann Bundeswirtschaftsminister diplomatisch seinen Festvortrag, wobei er der Krise nicht auswich, sie aber nicht in den Reitstadel hineintrug. So konnte er sich voll und ganz auf das Verbreiten von berechtigtem Optimismus konzentrieren, indem er die "Seriosität und Glaubwürdigkeit" der Deutschen als besondere Tugenden nannte.
"Deutschland ist in der Welt wieder angesehen - nicht nur wegen der Fußballweltmeisterschaft und des deutschen Papstes", resümierte er, sondern auch wegen vieler kleiner Mosaiksteinchen, zu denen er auch die Rücklagen der Stadt Neumarkt in einem "Juliusturm", der eigentlich "Karlsturm" heißen müsste (wegen des besonnenen Wirtschaften des früheren Oberbürgermeisters), zählte.
Veränderungen, so der Minister, müsse man als eine Chance begreifen, womit der auf die EU-Osterweiterung anspielte. Die Exporte in diese Länder seien am meisten angestiegen, deshalb sollte man die Entwicklung "nicht bejammern". Da sei schon eher zum Jammern, wie die Energieversorger mit den Verbrauchern umgehen. Deren Preiswillkür will er allerdings einen Riegel vorschieben, was den Stromkunden nur zu gute käme. Freilich: ein abrupter Ausstieg aus der Kernenergie komme für ihn so lange nicht in Frage, so lange nicht sinnvolle Alternativen gefunden seien.
Ehe Bundestagsabgeordneter Alois Karl das Schlusswort sprach, lockerten Ballett und ein filmischer Rückblick der Journalisten Ingrid und Gerd Maschek das doch etwas sitzfleischstrapazierende Rednermarathon auf. Mit dem bekannten Schlussbild - Schornsteinfeger und Zuckerbäcker - ging's dann zum gemütlichen Teil ins Foyer, wo die Frauenunion die inzwischen hungrig und durstig gewordenen Gäste "verköstigte".
Erich Zwick

Nicht gerade "steif" ging's bei den Festreden zu. Hier schmunzeln Landrat Albert Löhner, Stadtverbands-Vorsitzender Helmut Jawurek, die Minister-Gattin, MdB Alois Karl mit Gattin Hildegard und MdEP Albert Deß über ein Bonmot des Wirtschaftsministers.
13.01.07
"Zukunftsfähiges Neumarkt"
NEUMARKT. "Neumarkt 2020" - unter diesem Arbeitstitel haben CSU-Stadtratsfraktion und CSU-Stadtverband verschiedene Arbeitsgruppen gegründet.
"Wir wollen Neumarkt zukunftsfähig aufstellen. Dies erfordert langfristig denken und handeln", so der Vorsitzende der CSU-Fraktion, Ferdinand Ernst, zur Intension der Arbeitskreise.
Die CSU wolle Zukunftsthemen weiter aktiv bearbeiten. Neben einer Bestandsanalyse werden die Arbeitskreise Zielvorstellungen für Neumarkt beschreiben. Die Wege zu deren Realisierung und Umsetzung sollen dann in den Stadtrat eingebracht werden.
Wichtig für die Entwicklung einer Stadt seien auch die Prognosen zum demographischen Wandel. Demographie beschäftigt sich mit voraussichtlichen Veränderungen bezüglich Bevölkerungsentwicklung (Geburten, Todesfälle) Bevölkerungsbewegung (Zu- und Wegzug) sowie Strukturveränderungen (Haushaltsgrößen). Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland von heute 83 Millionen Einwohnern auf 70 Millionen im Jahr 2050 hat auch auf alle Bereiche des Lebens einer Stadt Auswirkungen.
Deshalb ist es für die Zukunft von Neumarkt wichtig, sich mit den aktuellen Studien zu beschäftigen, und daraus Handlungskonsequenzen abzuleiten. Die Bertelsmannstiftung ermuntert die politischen Entscheidungsträger dazu, dieser Entwicklung durch entsprechende politische Maßnahmen zu begegnen.
"Ziel ist es", so der Leiter des entsprechenden Arbeitskreises, Stadtrat Dr. Heinz Sperber, "nicht nur auf die Prognosen zu reagieren, sondern diese rechtzeitig positiv zu beeinflussen. Wir müssen uns dem künftigen Wettbewerb um junge Menschen stellen und diesen engagiert begleiten."
Aufgrund ihrer Bedeutung für die Zukunft junger Menschen stehe auch Bildung für die CSU im Fokus. Die stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion, Gisela Burger, will daher in ihrem Arbeitskreis diesen Themenkomplex bearbeiten. Dabei soll analysiert werden, ob und wie die Kommune den Bildungsprozess wirksam unterstützen könne. Bildung stelle die Grundlage für eine sinnvolle Lebensgestaltung. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse sich Bildung immer an den Herausforderungen der Zeit orientieren.
Der Klimaschutz steht bei der EU Präsidentschaft von Angela Merkel ganz oben auf der Tagesordnung. 94 Prozent der Deutschen wollen, dass Deutschland Vorreiter in Sachen Klimaschutz wird. Konkreter Klimaschutz sei aber nur unter Einbindung der Kommunen und jeden einzelnen Bürgers umzusetzen, hieß es.
Die aktuellen wissenschaftlichen Prognosen zur Erderwärmung seien erschreckend. Es bestehe dringender Handlungsbedarf bezüglich Energieeinsparung, alternativer Energieerzeugung, Verkehr oder Konsumgewohnheiten. Der Arbeitskreis Klimaschutz unter der Leitung der Agenda 21-Beauftragten des Stadtrates, Ruth Dorner, will sich dieser wichtigen Thematik stellen und entsprechende konkrete Schritte erarbeiten. "Wir stehen in der Pflicht, wenn uns unsere Kinder und Enkel einmal fragen: Ihr habt es gewusst, warum habt ihr nichts getan!", so Ruth Dorner.
Wege, wie sich Neumarkt auch künftig im Wettbewerb mit anderen Kommunen als Wirtschaftsstandort behaupten kann, will CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek in einer gesonderten Arbeitsgruppe diskutieren und aufzeigen. Vergleichsweise niedrige Arbeitslosenzahlen und eine starke Wirtschaftskraft seien Ergebnis einer bisher erfolgreichen Politik. "Nur wenn die Menschen einen Arbeitsplatz vor Ort haben, werden wir zu den Wachstumsregionen zählen können", sagte Jawurek. Politik, Wirtschaft und Verwaltung müssten auch künftig an einem Strang ziehen, um mit aller Kraft das Machbare zu realisieren. Eine funktionierende Infrastruktur sei eine unabdingbare Voraussetzung für einen interessanten Wirtschaftsstandort.
Weil zu einer attraktiven Stadt ein angenehmes Wohnumfeld gehört, will sich Bürgermeister Erich Bärtl dieses Themas annehmen. Als Vorsitzender des Wohnungsausschusses sei er mit der Materie vertraut. Neben dem steigenden Wohnflächenbedarf je Einwohner sei günstiger Wohnraum und die Möglichkeit der Entwicklung von Bestandsimmobilien für den Arbeitskreis von Bedeutung.
Auch Anregungen von Bürgern zu den angesprochenen und auch anderen Themen werden von der CSU "gerne entgegengenommen", heißt es in einer Pressemitteilung:
stadtverband@csu-neumarkt.de11.01.07