NEUMARKT. Die Neumarkter SPD startet mit neuer Vorstandschaft und nach eigener Aussage mit neuem Elan in die anstehenden Wahlkämpfe.
Nach den enttäuschenden Ergebnissen der Bundes- und Landes-SPD bei den vergangenen Wahlen will man sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Mit der Europa- und der Kommunalwahl stünden gleich zwei wichtige Wahlkampf-Kampagnen an, bei denen die Neumarkter Genossen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden wollen.
Mit der Wahl einer neuen Vorstandschaft sollten bei der Mitgliederversammlung am letzten Montag die entsprechenden Weichen gestellt werden.
Gleich zu Beginn gab der Orts- und Kreisverbandsvorsitzende Johannes Foitzik vor den gut 25 anwesenden Mitgliedern die Marschrichtung für die Zukunft vor: "Die SPD besinnt sich wieder ihrer Wurzeln. Die inhaltlichen Positionen müssen klarer und die Forderungen deutlicher formuliert werden."
Sozialdemokratische Politik werde in Neumarkt noch immer als wichtig angesehen: Die Zahl der Mitglieder im Ortsverband steige jedenfalls. Im vergangenen Jahr konnten drei Neumitglieder begrüßt werden, im ersten Quartal 2019 bereits zwei weitere, so dass der Ortsverband mittlerweile 111 Mitglieder verzeichnet.
Der Wille zu einem Neuanfang sollte sich auch in Form der Kandidatenliste für die zu vergebenden Vorstandspositionen zeigen. Gleich mehrere der „Neuen“ erklärten sich mit ihrer Kandidatur bereit, den alten und neuen Vorsitzenden Johannes Foitzik bei den anstehenden Aufgaben tatkräftig zu unterstützen. Seine Stellvertreter sind Gertrud Heßlinger, Andre Madeisky und Georg Kohlmann. Die Kandidaturen aller Bewerber wurden nahezu einstimmig angenommen.
Die SPD will in den kommenden Monaten für die Neumarkter Bürger vor allem „sichtbarer werden“ und zeigen, dass „die Sozialdemokratie lebt“, hieß es.
14.04.19
Unterschriften werden überreicht
Sigrid Schindler (l.) vom Bund Naturschutz mit den gesammelten Unterschriftenlisten.Ursula Plankermann (SPD) zeigt den Stadtpark-Plan mit den rot eingezeichneten Bäumen, die der Sanierung zum Opfer fallen sollen
Foto: Alfons Greiner
NEUMARKT. Der Bund Naturschutz will am Dienstag die 2698 Unterschriften von Neumarktern gegen die geplante Stadtpark-Umgestaltung übergeben.
Die Zahl reicht bei weitem für die Einleitung eines Bürgerentscheids aus, hieß es. neumarktonline berichtete darüber bereits in der letzten Woche (Bericht hier)
Die Naturschützer wiesen bei einem Informationsgespräch am Montag noch einmal ausdrücklich darauf hin, daß man ja weder das Projekt noch den dafür in Aussicht gestellten Zuschuß verhindern wolle. Man werde aber daran festhalten, „die großen Bäume und die Hecken und Büsche im Stadtpark zu erhalten“.
„Merkwürdig“ erscheint es den Aktivisten des Bürgerbegehrens, daß die Stadt das Areal des Stadtparks als "Außenbereich im Innenbereich" betrachte, und deshalb hier die eigene Baumschutzverordnung nicht greifen soll.
neumarktonline veröffentlicht den beim Pressegespräch vorgestellten „Wunschzettel“ des Bundes Naturschutz für die Umgestaltung des Stadtparks:
Wunder-Parkplatz umgestalten zum Spielplatz unter Beibehaltung der bestehenden Bäume, hier Einrichtung von öffentlichen Toiletten
Offenlegung des „Leitgrabens“ nicht geradlinig, sondern in einer leichten Biegung, um die vorhandenen Bäume zu erhalten (Wassertreppe dadurch leicht verschoben)
Baum- und Heckenbewuchs (Hainbuchen und alle weiteren Bäume: Bergulmen, Lärchen, Ahorn, usw.) am Rand der Schanze erhalten. Pflegeschnitte von Kronen und einzelne Entnahmen wegen Umsturzgefahr möglich nach Gutachten durch eine Fachfirma = Windschutz für Bäume am Hang zum Museum Lothar Fischer. Hauptwindrichtung von Westen.
Die „große Treppe“ könnte als schmalere Variante im Bereich der vom Sturm entwurzelten beiden Hainbuchen realisiert werden, ohne weitere Bäume zu fällen.
Wege müssen nach den Richtlinien (DIN 18920) erneuert werden, ohne Baumwurzeln zu schädigen (notwendige Abstände müssen eingehalten werden)
Verzicht auf den Ausschank und die Toilettenanlagen auf der Schanze, da jede Baumaßnahme im Hang das Wurzelwerk der großen Bäume schädigen und ihre Standfestigkeit gefährden würde.
Beibehaltung bzw. Neuanlage von Hecken und niedrigem Gehölz um die großen Hochstämme, um Austrocknen im Sommer und Windbruch/Sturmschäden zu verhindern („Waldrand-Funktion!“)
Büsche und Hecken erhalten als Lebensraum für viele Vogel- und Insektenarten und als Schutz gegen den Straßenverkehrslärm.
Angebot von Baumpatenschaften nach dem Nürnberger Vorbild.
19.03.19
Sanierung beantragt
NEUMARKT. Die SPD Stadtratsfraktion beantragte die „längst überfällige“ Generalsanierung der flexiblen Grundschule Woffenbach - jetzt, nicht erst 2022.
Die Schule biete als einzige Grundschule der Stadt eine flexible Eingangsstufe, das heißt, die Kinder haben die Möglichkeit, den Lernstoff im eigenen Tempo zu erfassen.
Durch die Einführung der Jahrgangsmischung in den Klasse 1 und 2 sowie der flexiblen Eingangsphase wurde die Grundschule Woffenbach in den letzten Jahren mit Preisen ausgezeichnet, die die innovative Schulentwicklung hervorhoben und lobten.
Auch die externe Evaluation im Schuljahr 2017/18 an der Grundschule Woffenbach habe im Bereich Unterrichtsqualität große Stärken und gelungene Aspekte bestätigt. Der Altbau wurde dabei als sehr negativ und dringend sanierungsbedürftig bewertet.
Ein weiterer Aspekt sei, dass durch die Nähe zum Donauer-Kinderhaus Eltern die Möglichkeit hätten, ihre Kinder dort im Hort während der Unterrichts- und auch in den Ferienzeiten gut betreut zu wissen.
Die Kinder könnten zu Fuß von der Schule in den nahe gelegenen Hort gehen.
Baukostenzuschuss für Eltern
Die SPD-Fraktion beantragte außerdem, einen Baukostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro pro Kind auf alle neu auszuweisenden städtischen Baugebiete anzuwenden.
Aktuell soll der Zuschuß im Rahmen der Familienförderung für das neue Wohngebiet Kapellenäcker 2 gelten.
Damit sich Familien für Neumarkt als Wohnort entscheiden, müsse man sich von anderen Kommunen unterscheiden, heißt es in der Begründung der SPD. Man sei sich bewusst, dass dies mit Kosten verbunden sei, „aber Familienpolitik braucht herausragende Alleinstellungsmerkmale“.