SPD Neumarkt

Bürgerbüro wieder geöffnet

NEUMARKT. Der SPD-Ortsverein hat die Zeit der coronabedingten Kontaktreduzierung genutzt, das in die Jahre gekommene Bürgerbüro in der Ringstraße neu zu gestalten.

Nach zahlreichen Arbeitsdiensten stehen nun helle und freundliche Räumlichkeiten zur Verfügung, hieß es.


Zur Wiedereröffnung am Samstag, 17.Juli, haben sich MdB Uli Grötsch. MdEP Ismail Ertug, der Generalsekretär der Bayern-SPD, Arif Tasdelen, die Bezirksvorsitzende Dr. Carolin Wagner und Bezirksgeschäftsführerin Sabrina Schlecht-Wanderer angekündigt.

Zum offiziellen Teil ab 17 Uhr sind auch interessierte Bürger willkommen.

07.07.21

„Aus Dornröschenschlaf holen“


Der Alte Kanal im Neumarkter Stadtgebiet soll aus seinem „Dornröschenschlaf“ aufgeweckt werden
Foto: Jan Seibel
NEUMARKT. Die Neumarkter SPD möchte den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal im Stadtgebiet aus seinem „Dornröschenschlaf“ erwecken.

Die Genossen haben mit einer Planerin ein städtebauliches Konzept erarbeitet, wie der Kanal als zentraler Aufenthalts- und Erlebnisort für Neumarkter und Fahrradtouristen „attraktiv aufgewertet“ werden könnte.

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal führt auf sieben Kilometer Länge als „Grünes Band“ durch die Stadt Neumarkt. Bisher ist sein „enormes Potenzial als Naherholungsgebiet und Begegnungsstätte“ jedoch nur wenig erschlossen – eine wirkliche Anbindung ans städtische Leben gäbe es nicht, hieß es.

Als Teil des überregionalen Rad- und Wanderwegenetzes spielt der 1846 fertiggestellte Alte Kanal zwar als Bewegungsraum für den Tourismus eine Rolle, für Bürger und Radtouristen fehlen aber Punkte und Plätze, die zum Verweilen einladen und eine Anbindung der Stadt an das Gewässer schaffen. Dieses Manko will das städtebauliche Konzept der SPD aufgreifen, das der Ortsverein gemeinsam mit der Neumarkter Ingenieurin für Stadt- und Regionalplanung Susanne Müller earbeitet hat.


Nach den SPD-Plänen soll es mehrere „schwimmende Stege“ geben, die den Kanal zwischen St.- Florian-Straße und Berliner Ring begeh- und erlebbar machen. Man wolle den Kanal zu einem Ort der Begegnung aber auch der Erholung entwickeln und dabei die Menschen „an, auf und sogar in den Kanal bringen“.

Das Konzept setzt in vier Teilabschnitten des Kanals gestalterische Höhepunkte, die auch an die Geschichte des Kanals als Transportweg und Wasserstraße anknüpfen sollen. Die Ideen reichen von einer Ansiedlung vermietbarer Hausboote im bisher völlig ungenutzten Kanalhafen, über einen „schwimmenden Biergarten“ auf Höhe des Seecafés, bis hin zu einem Kanuverleih im nördlichen Kanalbereich.

Eine ins Wasser abgesenkte „Entdeckerstation“ auf Höhe der Holzheimer Grundschule sowie ein Minitreidelschiff könnten dabei auch Kindern ermöglichen, den Kanal aktiv zu erleben.

Mit ihrem Konzept sind die Sozialdemokraten inzwischen an die zuständigen Stellen in Stadt und Land herangetreten. Gespräche mit allen verantwortlichen Behörden sollen folgen, um die Möglichkeiten einer umfangreichen Aufwertung des Gewässers auszuloten.

Die Aufwertung des Alten Kanals ist ein Teil der Strategie der Neumarkter SPD, den Freizeitwert der Stadt weiter zu erhöhen, um die Stadt für alle Bevölkerungsgruppen attraktiver zu gestalten und den Tourismus in der Region zu stärken.

Der Bereich Freizeit war eines der vier Kernthemen im vergangenen Kommunalwahlkampf, hieß es von Ortvereinsvorsitzendem Matthias Sander und Fraktionsvorsitzendem Günther Stagat. Auch weitere Konzepte sind bereits in Planung. Dazu gehören beispielsweise ein Kultursteg im Kanalabschnitt zwischen Kurt-Romstöck-Ring und Mistelbacher Allee sowie eine attraktive Überplanung des Faberparks.

17.06.21

Gegen „Amigo-GmbH“

NEUMARKT. Die SPD kritisiert Pläne der CSU, eine neue städtische „Wohnbau GmbH“ zu gründen, die nicht auf öffentliche Ausschreibungen angewiesen ist.

Das neue Unternehmen soll damit durch erweiterte Zuständigkeiten Angebote auf dem freien Markt anfordern können. Die Sozialdemokraten sind strikt gegen ein solches Ansinnen, denn die öffentliche Ausschreibung sichere den fairen Wettbewerb und verhindere „Amigo-Wirtschaft“, heißt es in einer SPD-Pressemitteilung.

Die geplante Umstrukturierung solle laut CSU notwendige Entscheidungen beschleunigen und Verwaltungsprozesse verschlanken. Von der SPD hieß es dagegen, auch kommunale Wohnbau-GmbHs würden als öffentliche Auftraggeber gelten und seien daher zu öffentlichen Ausschreibungen verpflichtet, sobald sie auch nur teilweise Aufgaben im Allgemeininteresse übernehmen. Dies sei in Gerichtsurteilen so entschieden worden.


Die Pflicht zur öffentlichen Ausschreibung sichere einen fairen Wettbewerb und sorge dafür, dass kleine und mittlere Unternehmen sowie Existenzgründungen angemessen an Bauprojekten beteiligt würden, heißt es in der SPD-Stellungnahme. Dabei sollten Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetriebe und anerkannte Blindenwerkstätten sogar bevorzugt berücksichtigt werden.

Die Neumarkter CSU sehe aber die Pflicht zur öffentlichen Ausschreibung „scheinbar eher als hinderliches Übel“ an, hieß es. Dabei sei es ja nicht einmal so, dass öffentliche Ausschreibungen für jedes Kleinprojekt notwendig wären: Unterhalb bestimmter Wertgrenzen sei das Vergabeverfahren nämlich bereits jetzt deutlich vereinfacht.

Die SPD bezeichnete das Vorhaben der CSU als „nicht nur moralisch fragwürdig, sondern praktisch völlig unnötig“. Man werde sich dem entschieden entgegenstellen und auch in Zukunft darauf aufpassen,„ dass Entscheidungsverfahren im Rathaus transparent sind und damit die Regeln für einen fairen wirtschaftlichen Wettbewerb sichern“.

25.05.21


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