Grüne

VHS-Arbeit gelobt


Kreisräte von SPD und Grünen informierten sich über die Volkshochschule

NEUMARKT. Großes Lob und Anerkennung für die Arbeit der Volkshochschule in Neumarkt und den Außenstellen der Landkreisgemeinden sprachen die Mitglieder der Kreistagsfraktionen von SPD und Grünen nach einer gemeinsamen Fraktionssitzung im Landratsamt aus.

Geschäftsführer Richard Scheuringer und Mitarbeiterin Ute Beer waren zu den Kreispolitikern gekommen, um über Entwicklung, Situation sowie die konkrete Arbeit der VHS zu informieren.

SPD-Fraktionsvorsitzender Helmut Himmler – zugleich Mitglied im Bildungsausschuss des Deutschen Städte- und Gemeindebundes - meinte in seinen einführenden Worten, dass die Verwirklichung des lebenslangen Lernens entscheidend sei für die Perspektive des Einzelnen, der Wirtschaft und darüber hinaus für die Zukunft der Gesellschaft.

Wissen sowie die Fähigkeit, das erworbene Wissen auch anzuwenden, müsse über den gesamten Lebenslauf ständig angepasst, aktualisiert und erweitert werden. Nur so könnten persönliche Orientierung, gesellschaftliche Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit erhalten und verbessert werden. In Zeiten wachsender Integrationsanforderungen komme den Volkshochschulen eine wichtige Funktion als Ort der Kommunikation, Sozialisation, und Integration von Generationen, Nationalitäten und Kulturen zu. Volkshochschulen seien demzufolge unverzichtbar – auch im Sinne der Vitalität eines jeden Gemeinwesens.

Diplom-Pädagoge Richard Scheuringer sprach von einer "rasanten Entwicklung" der VHS Neumarkt. Er habe 1979 mit einem Jahresbudget von 200.000 DM seine Arbeit begonnen und aktuell liege der Jahresumsatz bei 2,1 Millionen Euro. Die acht pädagogischen und sechs Verwaltungsangestellten ermöglichen mit 338 nebenberuflichen Dozenten sowie 17 Außenstellenmitarbeitern 1269 Veranstaltungen mit 14.577 Teilnehmern im Jahr. Am intensivsten würden die Fachbereiche Gesundheit, Sprachen, Kultur und Beruf nachgefragt.

Sehr beeindruckt waren die Kommunalpolitiker von SPD und Grünen vom Bericht der Sozialpädagogin Ute Beer über das seit 1995 laufende Projekt "Berufsausbildung in außerberuflichen Einrichtungen". In diesem Rahmen ermöglicht die VHS hunderten von Jugendlichen – die wegen unterschiedlicher Defizite auf dem Lehrstellenmarkt keine Chance haben – eine Berufsausbildung mit dem üblichen und daher gleichwertigen Ausbildungsabschluss.

Derzeit – so Beer – arbeite man mit Kooperationsbetrieben, viel sozialpädagogischer Betreuung, Stütz- und Förderunterricht, um die Sozialkompetenz der 91 Auszubildenden zu steigern und ihnen durch eine erfolgreiche Ausbildung einen eigenständigen Lebensweg zu ermöglichen.
21.11.10

Gegen Ortsumgehung

NEUMARKT. Die Grünen sprechen sich ausdrücklich gegen eine Ortsumgehung in Postbauer-Heng aus, "auch wenn das Wählerstimmen kostet", so Gabriele Bayer, Ortsvorsitzende in Postbauer-Heng und Kreisvorsitzende der Grünen.

Die Grünen "bedauern" die Belastung der Anwohner an der B8 und können den Unmut, der durch die hohe Verkehrsbelastung entsteht, durchaus nachvollziehen. Der stark angewachsene Verkehr, vor allem der LKW-Verkehr ist durch falsche politische Weichenstellungen entstanden. Wenn Produkte erst einmal um die halbe Welt gefahren werden müssen, damit sie billig werden, muss man sich nicht über die LKW-Lawinen wundern, so Bayer.

Mautflüchtlinge täten das ihre dazu. Statt Umgehungen zu bauen, die irrsinnige Summen verschlingen, sollte lieber eine generelle LKW-Maut für alle Straßen eingeführt werden, damit sich für die Brummis das „Flüchten“ auf die Landstraßen nicht mehr lohnt.

Überdacht müßten auch die Subventionen werden, die der LKW-Transport erfährt. Es entstehe immer das, wofür es Geld gibt. Wenn die Politik den LKW-Verkehr subventioniert, muss man sich nicht wundern, wenn das Land mit Brummis überflutet wird. Die Grünen wollen den Transportschwerpunkt auf die Schiene verlagern. Hier können mit deutlich weniger Energie und weniger Belastung für die Menschen der Güterverkehr abgewickelt werden.

Beim Ziel- und Quellverkehr müßten alle Beteiligten nach Lösungen suchen - auch der Verbraucher, der mit seinem Einkaufsverhalten die Warenströme mit steuert.

Ein anderes Kapitel sei die Finanzierung der Ortsumgehungen. Den Löwenanteil zahle sicher der Bund. Aber auch das seien Steuergelder. Der aktuelle Bundeswegeplan sei nach Aussage von Experten nicht finanzierbar. Die Umgehungen im Landkreis Neumarkt sind aber in diesem Bundeswegeplan gar nicht enthalten und müßten also zusätzlich finanziert werden.

Gerade aber die vielen Neubaustrecken seien problematisch, da sich für die Sanierung der Bundesstraßen ein Rückstand von vielen Milliarden Euro aufgetürmt habe, der nie mehr aufzuholen sei. Jede neue Strecke verschärfe diesen Sanierungskonflikt.

Wenn die Umgehung gebaut würde, hätte die derzeitige Strecke der B8 keinen Bundesstraßen-Status mehr. Die Marktgemeinde Postbauer-Heng müsste also für zukünftige Sanierungsmaßnahmen komplett selbst aufkommen. Die hohen Kosten brächten nur für wenige Bürger eine Entlastung, so Bayer, den Geschäften würde die Umgehung wohl mehr schaden als nützen.
03.11.10

Bus nach München

NEUMARKT. Bund Naturschutz, die Grünen, die SPD, die ÖDP und die Linke aus Neumarkt rufen zur Teilnahme an der Anti-Atom-Demo in München auf.

Das Aktionsbündnis unterstützt die Forderung, die alten bayerischen Atommeiler sofort abzuschalten, "da die Störanfälligkeit dieser alten Meiler in Bayern mittlerweile drastische Formen annimmt", heißt es in einer Erklärung. Der Atomstrom der bayerischen Meiler blockier die Entwicklung der erneuerbaren Energien und behinder so den schnellen Umstieg auf 100 Prozernt Stromversorgung mit Erneuerbarer Energie.

Die bayerische Staatsregierung setze auf Atomstrom, ohne aufzuzeigen, wie sie den hochradioaktiven Abfall sicher, wirtschaftlich und nachhaltig entsorgen will. "Eine zukunftsorientierte Energieversorgung sieht anders aus", heißt es in dem Aufruf. Man könne die Probleme nicht aussitzen und "der nächsten Gerneration als unbezahlbare Hypothek hinterlassen".
Zu der Demo nach München fährt am 9. Oktober um 10 Uhr am Parkplatz bei den Jurahallen ein Bus nach München. Die Kosten betragen 10 Euro. Die Rückfahrt ist um 18 Uhr geplant. Anmeldung ist dringend erforderlich unter 0173/3889221 oder gabi.bayer@gmx.de
04.10.10

Busse zur Demo

NEUMARKT. Die Grünen im Landkreis Neumarkt organisieren für interessierte Bürger Busse zur Teilnahme an der Anti-Atom-Demo am Samstag, 9.Oktober, in München.

Es werden ein oder mehrere Busse nach München fahren, je nach Teilnehmerzahl, hieß es. Mitfahrer können am Volksfestparkplatz an den Jura-Hallen in Neumarkt zusteigen. Die Abfahrt von Neumarkt ist um 10 Uhr geplant. Der Fahrpreis beträgt 10 Euro. Die Rückfahrt ist gegen 17 oder 18 Uhr geplant.

Es ist eine verbindliche Anmeldung mit Adresse erforderlich, damit eine effektive Planung der Busse möglich und für alle ein Sitzplatz sicher ist. Anmeldung ist bei Gabriele Bayer, gabi.bayer@gmx.de, oder Telefon 0173-3889221 möglich.

Es hat sich ein breites Bündnis von Atomgegnern zu dieser "Ketten-Reaktion" zusammengefunden, um gegen die "gefährliche Atompolitik der bayerischen Staatsregierung" zu demonstrieren, hieß es. So sind zm Beispiel auch die SPD, ÖDP, Die Freien Wähler, Die Linke, der Bund Naturschutz, und viele mehr im Bündnis vereint.
29.09.10


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