Christlich Soziale Union
"Unterführung auch für Autos"
NEUMARKT. Die CSU verteidigt ihren Stadtrats-Antrag auf Vertagung des Themas Pöllinger Fußgängerunterführung (
wir berichteten am Donnerstag-Abend).
"Nachdem bereits am 22. Mai eine Bürgerversammlung in Pölling stattfindet, sollten nicht übereilt vollendete Tatsachen zementiert werden", so Fraktionssprecher Ferdinand Ernst.
Die CSU-Stadtratsfraktion habe eine endgültige Entscheidung über den Bau einer reinen Fußgänger- und Radfahrerunterführung vor der unmittelbar anstehenden Bürgerversammlung abgelehnt. Die Stadt müsse hier den Dialog suchen und nicht nur vorgefertigter Meinung vortragen. Die Bürgerversammlung verkäme ansonsten zu einer "Farce", heißt es in einer Pressemitteilung am Freitag.
Ferdinand Ernst bedauert, dass entgegen dem CSU-Antrag die Planungen für die Unterführung im Stadtrat nicht mehr vorgestellt wurden. Nachdem Vertreter des Straßenbauamtes Regensburg anwesend waren, hätte man ihnen die Gelegenheit geben sollen, die Stadträte zu informieren.
In der CSU sieht man eine reine Fußgänger- und Radfahrerunterführung nicht als Ideallösung, weil damit "andere zukunftsfähige Gesamtlösungen" im wahrsten Sinne des Wortes verbaut werden könnten. Auch andere Fraktionen hätten diese Variante nur als Teillösung bezeichnet.
Ziel, so die CSU, müsse aber eine Gesamtlösung sein. Daher sollte "insbesondere eine Unterführung für Autos, Fußgänger und Radfahrer" geprüft werden. Dabei könnte auch eine Lösungen untersucht werden, die eine Unterführung nur für Pkw –nicht für Lkw - ermögliche. "Hier dürfen wir uns nicht hinter Planungskosten verstecken", so Ferdinand Ernst. "Wenn die Option zu einer besseren Lösung besteht, muss es uns dies Wert sein, weil das Geld so auf Dauer besser investiert wäre."
11.05.07
100. Mitglied begrüßt

Bei der Frauen-Union wurde das 99. und 100. Mitglied begrüßt.
NEUMARKT. Unerwartet schnell ging bei der Frauen-Union der Wunsch in Erfüllung, das 100. Mitglied zu begrüßen.
Bei der letzten Jahreshauptversammlung Ende Februar hatte die neue Ortsvorsitzende Gisela Burger dieses Ziel angekündigt.
Nachdem in den letzten Wochen über 15 Neuaufnahmen verzeichnet werden konnten wurde diese Zielsetzung nun unerwartet rasch erreicht.
Stadträtin Gisela Burger und CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek begrüßten bei einem Glas Prosecco Manuela Ernst und Bettina Haubner als 99. und 100. Mitglied in der Neumarkter Frauen-Union
Beide Neumitglieder nannten als Gründe für ihren Beitritt , dass sie sich einerseits für Politik interessieren und andererseits ihre Ideen und Vorschläge möglichst unbürokratisch einbringen wollen. Bei der CSU sähen sie hier die besten Möglichkeiten.
Ortsvorsitzende Gisela Burger freut sich über die zahlreichen neuen Mitglieder und ist sich sicher, auch in den nächsten Wochen und Monaten noch viele weitere Frauen für die Politik in Neumarkt interessieren zu können.
CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek lobte die "kontinuierlich gute Arbeit" der Frauen-Union in Neumarkt. Bereits Stadträtin Hela Buchner habe lange Jahre als FU-Vorsitzende ausgezeichnete Arbeit geleistet. Mit Gisela Burger wurde ein Generationenwechsel vollzogen, der auch viel frischen Wind mit sich bringe.
11.05.07
Stadtführung im Bunker
NEUMARKT. Spielplätze und Schulen waren Schwerpunkt-Themen der Sitzung der CSU-Stadtratsfraktion.
In Pölling (Seewiesen) plant die Stadt den Bau eines attraktiven Spielplatzes. Außerdem hofft die CSU auf eine zügige Realisierung des Indoor-Spielplatzes durch den Verein "Die Brücke". Man werde das Projekt weiter nach Kräften unterstützen.
Stadtrat Franz Hierl berichtete von den Planungen am Spielplatz Seewiesen Pölling. Bis Pfingsten liegen die Pläne in der Schule Pölling zur Einsichtnahme aus und die Bürger können ihre Ideen und Vorschläge einbringen. "Der Spielplatz wird sehr ansprechend", so Franz Hierl. Er will sich dafür einsetzen, dass noch heuer mit dem Bau begonnen werde.
Auch die Weiterentwicklung des Spielplatzes Ecke Ringstraße/Freystädter Straße soll vorangehen. Die Vorentwürfe liegen vor und sollen in den Fraktionen diskutiert werden. CSU-Vorsitzender Helmut Jawurek will sich als Mitglied des Bausenats dafür verwenden, die Planung noch heuer abzuschließen.
Einig war man sich auch darin, dass der Bunker unterhalb dieses Spielplatzes für Stadtführungen zugänglich gemacht werden soll. Normalerweise sollen die beiden Eingänge mit schweren Eisengittertoren verschlossen werden. Denkbar wäre es auch wetterfeste Bilder von der Zerstörung Neumarkt in diesem Gang anzubringen. "Dies wäre eine würdige Erinnerung an die schreckliche Kriegszeit in Neumarkt", so Bürgermeister Arnold Graf.
Auch der angedachte Indoor-Spielplatz soll nicht aus den Augen verloren werden. Mit dem Verein "Die Brücke", stünde ein Betreiber zur Verfügung, der mittlerweile auf umfangreiche Erfahrungen im Betrieb diverser Einrichtungen zurückgreifen könne. "Wir hoffen, dass es gelingt, gemeinsam mit der Stadt ein Betriebskonzept für einen Indoor-Spielplatz in Neumarkt zu erstellen", so Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst. Die Ausgangslage sei denkbar gut - in den freien Hallen der Firma Delphi am Klägerweg, in unmittelbarer Nähe des Landesgartenschaugeländes, könnte so ein großzügiges Ganzjahresangebot entstehen. Die CSU werde das Projekt weiterhin politisch unterstützen.
Karl Hofbauer drängte auch darauf, den geplanten Hartplatz zwischen Kanal und B 299 möglichst bald zu realisieren. Die entsprechenden finanziellen Mittel seien in den Haushalt bereits eingestellt - die Nähe zum Haus für Jugend, Bildung und Kultur biete sich an.
Zum Schluss plädierte Gisela Burger dafür, dass an allen Neumarkter Schulen die Hausmeister erhalten bleiben müssen. Überlegungen wie beispielsweise in der Stadt Erlangen, die Zahl der Hausmeister einzugrenzen, hätten sich als nicht realistisch erwiesen. Wie Gisela Burger sagte, haben sich die Anforderungen an den Schulen in den letzten Jahren wesentlich geändert. Schulleben und eine Vielzahl von Projekten im Laufe eines Schuljahres wären ohne Hausmeister nicht mehr durchzuführen.
08.05.07