Mit Tempo 141 geblitzt


Eine Woche lang warteten jede Menge Radarfallen auf die Raser
Foto:Polizei
NEUMARKT. Bei der Aktionswoche der oberpfälzer Polizei „Gegen Raser auf Landstraßen“ wurden 2259 Geschwindigkeits-Überschreitungen gemessen.

Drastische Folgen hatte dies vor allem für einen 30jährigen Raser im Landkreis Neumarkt: er wurde in der 70er Zone bei der "Weißmarter" mit 141 Stundenkilometern geblitzt und muß nun zwei Monate auf seinen Führerschein verzichten.

Außerdem warten auf ihn ein sattes Bußgeld in Höhe von 440 Euro und zwei Punkte in der „Verkehrssünderkartei“ in Flensburg. Er war am Sonntag-Mittag auf der Staatsstraße 2660 am Weißmarterberg bei Neumarkt erwischt worden.

Wegen überhöhter Geschwindigkeit mussten im Rahmen der Aktionswoche im Landkreis insgesamt 44 Fahrer beanstandet werden. Ein 39jähriger Autofahrer aus dem südlichen Landkreis hatte gleich doppeltes Pech: nachdem er schon am ersten Tag der Aktionswoche auf der Staatsstraße 2240 wegen einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gestoppt wurde, stellte sich im Zuge der Kontrolle heraus, dass der Mann bereits seit drei Jahren nicht mehr im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.


Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit sind die Ursache für mehr als ein Drittel der Verkehrsunfalltoten auf den Oberpfälzer Landstraßen, hieß es vom Polizeipräsidium in Regensburg. Vor dem Hintergrund des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – Sicher ans Ziel“ führten die Polizeidienststellen in der Oberpfalz deshalb in der Zeit von 12. bis bis 19.Juli intensive Geschwindigkeitsüberwachungen auf Landstraßen durch (wir berichteten). An 237 Messstellen wurden mehr als 87.242 Fahrzeuge kontrolliert; 2259 Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten dabei geahndet werden.

In der Oberpfalz kamen im letzten Jahr 47 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Davon wurden 35 auf Landstraßen getötet. In über einem Drittel der Fälle (13) war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit Unfall-Ursache.

Zum Einsatz kam sämtliches Verkehrsüberwachungsgerät, also mobile Geschwindigkeitsmessgeräte, Handlaser-Messgeräte, Überwachungsfahrzeuge und der sogenannte „Enforcement Trailer“, ein mobiler Anhänger mit einem Lasermessgerät, das über längere Zeit selbständig Messungen durchführt.

Ziel der Aktion war es nach Angaben der Polizei, insbesondere an gefährlichen Unfallhäufungspunkten auf Landstraßen das Geschwindigkeitsniveau zu senken, dabei vor allem gegen Raser konsequent einzuschreiten und bei Geschwindigkeitsüberschreitungen im Zuge von Anhaltekontrollen in verkehrserzieherischen Gesprächen Einsicht und eine Verhaltensänderung zu bewirken. Letztlich sollen durch ein geschärftes Bewusstsein für die Risiken und Folgen zu schnellen Fahrens Unfälle und das damit einhergehende Leid für Beteiligte und Angehörige vermieden werden.

Der 30jährige Raser aus dem Landkreis Neumarkt war übrigens nicht gleichzeitig oberpfälzer Spitzenreiter: diesen Rang lief ihm ein Fahrer auf einer Landstraße im Landkreis Neustadt an der Waldnaab ab; der wurde ebenfalls in einer 70er Zone mit 159 Stundenkilometern geblitzt und muß mit 600 Euro Geldbuße und drei Monaten Fahrverbot rechnen.
20.07.21
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