Zwei "Leuchttürme"
NEUMARKT. Die Städte Neumarkt und Dietfurt zählen laut Umweltminister Otmar Bernhard zu den bayerischen "Leuchtturmgemeinden".
"Die Kommunale Agenda 21 ist kein Papiertiger, sondern lebendiges Bürgerengagement". Das betonte der Minister am Donnerstag bei der Vorstellung der Broschüre "21 Kommunen - Gute Beispiele für eine nachhaltige Kommunalentwicklung" in Roßhaupten (Landkreis Ostallgäu). Wie viel Gestaltungskraft in einem aktiven Gemeinwesen stecke, hätten diese 21 Modellgemeinden aus ganz Bayern eindrucksvoll bewiesen,s agte Bernhard.
Denn knappe Kassen, Wandel der Altersstruktur, Standortkonkurrenz, Klimawandel oder hohe Energiekosten würden zu neuen Strategien zwingen. Das Politikmodell des "Vater Staat" sei
passé. 21 "Leuchtturmgemeinden" in ganz Bayern würden in den Handlungsfeldern Soziales, Siedlung und Fläche, Ressourcen, Verkehr, Wirtschaft, Klimaschutz und Management zeigen, was aktive Kommunen tun können. Zwei der so herausgestellten Kommunen kommen aus dem Landkreis Neumarkt: die Stadt Neumarkt und die Stadt Dietfurt.
Das Modellprojekt wurde vom Umweltministerium mit 100.000 Euro gefördert.
Ob Baulückenaktivierung, sanfter Tourismus, Landschaftspflege, Gesundheitstage, Einrichtung von Bürgerhäusern, fahrradfreundliche Mobilität, Nahversorgung, regionale Wirtschaftskreisläufe oder Bürgersolaranlagen - die Kooperation auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern sei in allen Modellgemeinden erfolgreich gewesen, sagte der Minister. "Der Agendaprozess ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung des ländlichen Raumes. Jede Gemeinde findet letztlich ihren ganz besonderen Weg und ihre eigene Stärke, keine ist wie die andere", so Bernhard.
10.07.08
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