Christbäume abgeholt
NEUMARKT. Er hat seine Schuldigkeit getan: Traditionell zu
Heilig Drei König wurde der Christbaum abgeschmückt und soll in den "Naturkreislauf" zurückkehren. Im Landkreis holen verschiedene Jugendgruppen die ausgedienten Bäumchen ab - kostenlos oder gegen einen kleinen Obolus.
Drei Jugendgruppen haben auf ihre Aktionen aufmerksam gemacht, die jeweils am Samstag durchgeführt werden:
- In Neumarkt holen die Pfadfinder zusammen mit Ministranten und THW im ganzen Stadtgebiet die ausrangierten Bäuem kostenlos ab (Bericht hier). Kleine Spenden sind natürlich willkommen.
- In Postbauer-Heng sammeln die Jugendlichen des Jugendtreffs Postbauer-Heng die bereitgestellten Weihnachtsbäume kostenlos ein (Bericht hier). Spenden sind auch hier natürlich willkommen.
- Und auch in Sengenthal werden die Christbäume gegen einen Unkostenbeitrag von 2,50 Euro von der Jungen Union entsorgt. Der Gesamterlös der Aktion wird auch dieses Jahr wieder gespendet (Bericht hier).
Auch Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard hat pünktlich zu Heilig Drei König an die umweltfreundliche Entsorgung von Weihnachtsbäumen erinnert. Die Bäume sollten wieder in den Naturkreislauf zurück und kompostiert werden. Allerdings muss dazu Schmuck, wie Lametta oder Engelshaar entfernt sein. "Die rund drei Millionen Christbäume in Bayern ergeben etwa 10.000 Tonnen Grüngut", sagte Bernhard.
Weihnachtsbäume können an den besonderen kommunalen Sammelstellen abgegeben werden oder im eigenen Garten gehäckselt und kompostiert werden. Mit Dekorationsspray behandelte Zweige sind nicht für die Kompostierung geeignet. Vom Verbrennen des Christbaums im eigenen Holzofen wird abgeraten: die trockenen Nadeln können explosionsartig abfackeln, das noch feuchte Holz erzeugt eine erhebliche Rauchbelästigung.
Auch andere Weihnachts- und Silvesterabfälle müssen Bernhard zufolge sorgsam entsorgt werden. Lametta aus Blei, erkennbar am Gewicht und an der Bezeichnung Stanniol, sollte an Wertstoffhöfen abgegeben werden. Blei ist giftig und kann sich bei nicht ordnungsgemäßer Entsorgung in der Umwelt anreichern. Das gilt auch für Reste vom Bleigießen an Silvester.
"Niemand braucht auf unsere schönen Bräuche verzichten. Aber jeder sollte künftig an ein umweltfreundliches Weihnachten denken und natürliche Materialien beim Baumschmuck, Wachsgießen statt Bleigießen oder Tücher statt Papier bei der Geschenkverpackung vorsehen", riet der Staatssekretär.
06.01.06
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