„10.000 Stunden gegen Corona“


Der Katastrophenfall ist vorüber - die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt löste sich jetzt auf
Foto: Gottschalk
NEUMARKT. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt hat mehr als 10.000 Stunden im Kampf gegen Corona geleistet. Jetzt wurde sie aufgelöst.

Nachdem der am 9.Dezember in Bayern ausgerufene Katastrophenfall am 7. Juni nach genau 180 Tagen offiziell beendet wurde konnte auch die Koordinierungsgruppe für Landratsamt, Klinikum, Rotes Kreuz, Polizei, Bundeswehr und THW Bilanz ziehen.

Landrat Willibald Gailler lobte die Arbeit aller Beteiligten, sprach aber gleichzeitig die große Hoffnung aus, daß man „nicht mehr zusammentreten muss“.

Während der letzten Monate liefen alle wichtigen Entscheidungen im Zuge der Coronakrise bei der Führungsgruppe im Landratsamt zusammen. Örtlicher Einsatzleiter war Andreas Hiereth vom BRK-Kreisverband. Die Führungsgruppe, der auch die Mitarbeiter des Sachgebietes Sicherheitsangelegenheiten mit ihrem Leiter Stefan Berner, des Gesundheitsamtes, der Hauptverwaltung, die Abteilungsleiter und der Pressestelle angehörten, hatte insbesondere auch die Aufgabe, alle erforderlichen Ressourcen an Sicherheitsausrüstungen, Personal und zusätzlichen Räumlichkeiten und medizinischem Sachbedarf für die Gesundheitseinrichtungen im Landkreis sicherzustellen.


Bis Mitte Dezember letzten Jahres wurde das Impfzentrum des Landkreises an der Neumarkter Autobahnauffahrt aufgebaut, das vom Klinikum betrieben wird. Mobile Impfteams übernahmen die Impfungen in den Heimen. Heuer im Frühjahr wurde noch eine Außenstelle in Dietfurt eingerichtet und auch noch eine zweite Stelle im Gewerbepark Loderbach. Zusammen mit den niedergelassenen Ärzten wurden seitdem über 95.000 Impfungen durchgeführt.

„In dieser schwierigen Zeit mussten wir alle eng zusammenarbeiten, um eine bestmögliche Vorsorge und auch gesundheitliche Versorgung für unsere Bevölkerung zu erreichen“, sagte Landrat Willibald Gailler. Die ehrenamtlichen Aktiven im Landkreis, insbesondere im Gesundheitswesen und in den sozialen Einrichtungen sowie bei den Sicherheitskräften hätten „wertvolle Arbeit“ geleistet.

„Die Zusammenarbeit war exzellent“, sagte Regierungsrätin Deniz Köse-Andre als Leiterin der Führungsgruppe Katastrophenschutz. Über 10.000 Stunden waren die Beschäftigten vor Ort und einsatzbereit. Dazu kamen die Vertreter der Polizei, der Feuerwehr, der Integrierten Leitstelle und der Bundeswehr, des THW, des BRK und der niedergelassenen Ärzte.

Ebenfalls in der Führungsgruppe integriert waren Dr. Christa Büchl als Leiterin des Gesundheitsamtes sowie Dr. Mathias Drabe, der die Anliegen der niedergelassenen Ärzte einbrachte.

Bei der kleinen Jurahalle in Neumarkt wurde ein Testzentrum eingerichtet, in dem seit Jahresbeginn rund 25.000 PCR-Tests durchgeführt wurden. Daneben wurde auch eine Teststrecke für Schnelltests errichtet, in der bis jetzt rund 15.000 Testungen erfolgten.
18.06.21
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